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Quote by Nicole Gozdek

“Menschenähnlich, aber gleichzeitig fremd wirkte das Orakel auf Zacharias. Oder er? Plötzlich war sich Zacharias sicher, dass sie einen Mann vor sich hatten, auch wenn der weite Kittel, das kurze Haar und die teils kantigen und dennoch weichen Gesichtszüge die Gestalt auf dem Stuhl androgyn wirken ließen. Blass und kränklich sah sein Gesicht im Fackelschein aus. Wahrscheinlich war es dem Magischen nie vergönnt, das Tageslicht zu sehen. Falten hatten sich um seine Augen und Mundwinkel eingegraben, die glühenden Augen lagen tief in ihren Höhlen. Die Eisenketten an seinen Handgelenken klirrten, als er sich aufrichtete und sie einen nach dem anderen musterte. Das Orakel verzog keine Miene, dennoch konnte jeder im Raum spüren, wie wenig sie hier willkommen waren. Er sah müde aus. Unerwartetes Mitleid überkam Zacharias. Verflucht, Brunhilde hatte recht. Er war einfach zu weich!”

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Work

Prophezeiungen für Jedermann

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Author

Nicole Gozdek

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“»Zacharias East!« Die Angst überrollte ihn wie eine schwarze Welle eiskalten Wassers. Wahrscheinlich sah man ihm den Schock an, denn er bewegte sich mit zittrigen Storchenschritten vorwärts, bis er so weit an das Orakel herangetreten war, wie er durfte. Aus der Nähe – jedenfalls sofern man bei fünf Schritten Abstand davon sprechen konnte –, wirkte der Magische noch erschöpfter und Zacharias erinnerte sich daran, dass man ihn zwang, zweihundert Prophezeiungen pro Tag auszusprechen, fünfundzwanzig pro Stunde, acht Stunden hintereinander ohne große Pause. Jeden Tag. Oder hatte er mal Urlaub oder ein freies Wochenende?”

“Zacharias hatte gerade die Recherche beendet und wollte sich eine kleine Stärkung vom Automaten holen, als er bemerkte, dass der Ordnungshüter nicht länger auf seinem Platz stand, sondern Richtung Eingang gegangen war und dort mit dem diensthabenden Mitarbeiter plauderte. Beide starrten zur Glastür und schienen auf etwas zu warten. Worauf, erfuhr Zacharias keine zwei Minuten später, als die Eingangstür aufging und vier weitere Ordnungshüter einen langhaarigen Auserwählten ins Gebäude begleiteten. Oh nein! Zacharias starrte den Mann einen Augenblick ungläubig an. Mit ihm hatte er überhaupt nicht gerechnet. »DU!« Der Mann brüllte und rannte los.”

“Zacharias hatte jedoch nicht bedacht, dass Sonntag war und dass einige Sucher ihre Gewohnheiten beibehalten und ausschlafen könnten. Als er an diesem Morgen zum Frühstück herunterkam, befand sich gleich ein halbes Dutzend anderer Auserwählter im Raum. Darunter auch sein Erzfeind. »Du!« Warum änderte er nicht seinen Namen? Wer brauchte schon Vornamen, wenn »Du« es ebenfalls tat?”

“Turns out that when something gets cheaper, or more efficient, we just end up using so much more of the stuff that the savings disappear under a wave of increased consumption. They call it the “Jevons Paradox”, and it applies to pretty much any human resource. Halve the price of computer memory, we'll increase demand by a factor of four. Increase solar efficiency by ten times, we'll suck back twenty times as much of the stuff. And you just know that if we resort to geoengineering to buy time—use stratospheric sulfates to compensate for ongoing carbon emissions, for example—people will just be that much less inclined to cut those emissions any time soon. We are not wired for restraint; let us off the leash, and we will devour whatever is available.”