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Quote by Sheridan Le Fanu

Work

Carmilla

Carmilla is a novella that delves into the supernatural, intertwining elements of horror and romance. The story revolves around the character Carmilla, a vampire who preys on young women, and the psychological impact of her actions on her victims. more

Author

Sheridan Le Fanu

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“I’ve been told by a few people at conferences I have a rather academic approach to the subject matter that makes it easy for people to ask questions. I think some genre writers feel the need to “sell” or defend what they do, and so when a door opens to discuss their genre, regardless of what that genre is, they tend to get almost pushy. I’m comfortable with what I write. It is part of who I am. I don’t really need to sell it. But if I’m asked, I’ll explain it.”

“Die Luft war stickig, schwer wie ein feuchter Mantel. Der Sommer hatte seine klammen Finger in jede Ritze der alten Hütte geschoben. Staub und Schatten verbündeten sich in den Ecken, während Dianne auf dem harten Holzstuhl saß. Das Notizbuch lag vor ihr – ein leeres Grab, das auf seine Füllung wartete. Ein schwacher Lichtstreifen schlich sich durch die zugezogenen Vorhänge. Er strich über den Schreibtisch mit seinen narbigen Kanten, glitt über das Bett, das nie wirklich einlud, und blieb schließlich beim Spiegel hängen. Ein alter Spiegel, dessen trübes Glas Geheimnisse schluckte, statt sie zu enthüllen. Der Rahmen, verziert mit seltsamen Schnitzereien, erinnerte an tote Schlangen – geduldig, wartend. Dianne schob eine klebrige Haarsträhne hinters Ohr. Ihre Haut brannte, als hielte sie noch die Hitze der Stadt fest. Beton, Absätze, das Summen von Stimmen, die ihr längst egal waren. Das hatte sie hinter sich gelassen. Hier draußen gab es nur Ruhe. Doch die Stille in der Hütte war anders. Sie war dicht, hatte Kanten, die sich in ihre Gedanken schnitten. Der Stift in ihrer Hand lag kalt und schwer wie ein Skalpell. Die Spitze kratzte über das Papier, ohne dass Worte folgten. Nur Linien, schief und sinnlos. Ihre Finger verkrampften sich, die Knöchel wurden weiß. Ein Seufzen entglitt ihr, ein dünner Hauch, der sich in der Stille verlor. Sie lehnte sich zurück, der Stuhl ächzte. An der Decke krochen dunkle Flecken wie Landkarten unbekannter Reiche. Sie könnte ihnen Namen geben, Geschichten spinnen. Doch ihre Fantasie war ein ausgetrockneter Brunnen, aus dem nur Staub rieselte. Ihr Blick zuckte zum Spiegel. Ein Reflex. Ein schneller Blick über die Schulter, wie ein Dieb auf frischer Tat. Der Spiegel stand still, aber etwas stimmte nicht. War das Licht im Raum dunkler geworden? Oder hatte sich der Spiegel verändert? Sie biss sich auf die Unterlippe. Metallisch. Kupfrig. Ein Zittern lief durch ihre Fingerspitzen, wanderte bis zu den Schultern. »Nur Einbildung. Nur ein Spiegel.« Aber die Luft war jetzt dichter, klebriger. Ihre eigenen Gedanken drängten gegen die Schädeldecke, drängten nach draußen. Der Spiegel wartete. Sie zwang sich, den Blick zu halten. Ihr eigenes Abbild sah zurück – blasse Haut, dunkle Augenringe, Lippen, die sich kaum noch ans Lächeln erinnerten. Doch da war mehr. Ein Schimmer in den Pupillen, ein Schatten in den Winkeln des Glases. Etwas lauerte dort, außerhalb ihres Verständnisses. Ein Herzschlag verging. Ein zweiter. Der Spiegel war leer. Ein kalter Knoten zog sich in ihrem Bauch zusammen. Die Luft hatte ihre Konsistenz geändert – weniger ein Hauch, mehr ein Gewicht. Sie hörte das Summen des Blutes in ihren Ohren. Ihre Zunge fühlte sich rau an. Sie zwang die Augen zu, atmete ein, aus. Langsam. Der Rhythmus des Lebens, ein Metronom, das sie einhalten musste. Ein Knacken ließ ihre Lider flattern. Holz, das ächzt. Oder etwas anderes? Ein lebendiges Geräusch, das direkt aus den Wänden zu kommen schien. Sie zwang die Lider auseinander. Der Spiegel stand still. Das Glas starrte sie an, trüb und unschuldig. Der Wind seufzte durch die Blätter draußen, ein heiseres, flüsterndes Geräusch. Dianne schob die Vorstellung beiseite, dass es Worte waren, die der Wind sprach. Ihr Magen verkrampfte sich. Sie schloss das Notizbuch mit einem dumpfen Schlag. Ein Urteil. Ein Ende. Draußen raschelten die Blätter weiter. Dieses Mal klang es wie ein Lachen. Sie saß wie eingefroren. Ihre Fingerkuppen berührten den rauen Einband des Notizbuchs, doch die Kälte kroch von innen. Eine innere Dämmerung, die sich kaum von der äußeren unterscheiden ließ. Der dumpfe Schlag des geschlossenen Buches hallte noch in ihrem Kopf nach, ein Echo, das sich weigerte zu verblassen. Langsam ließ sie den Blick durch den Raum wandern. Die Schatten hatten sich verändert. Sie schienen voller, dichter. Die Ecken der Hütte wirkten tiefer, als hätten sie plötzlich beschlossen, mehr Raum einzunehmen...”