Quotessence
Home / Quotes / Quote by Hermann Hesse

Quote by Hermann Hesse

“Wäre ich auf meine Muskelkraft angewiesen und ein Ringer oder Boxer geworden, so würde kein Mensch von mir verlangen, ich solle Muskelkraft für etwas Untergeordnetes ansehen. Wäre ich stark im Kopfrechnen und wäre Leiter eines großen Bureaus, so würde kein Mensch mir zumuten, die Stärke im Kopfrechnen als eine Minderwertigkeit zu verachten. Vom Dichter aber verlangt die jüngste Zeit, und manche junge Dichter verlangen es selber von sich, daß sie gerade das, was den Dichter ausmacht, die Erregbarkeit der Seele, die Fähigkeit sich zu verlieben, die Fähigkeit zu lieben und zu glühen, sich hinzugeben und in der Welt der Gefühle das Unerhörte und Übernormale zu erleben - daß sie gerade diese Stärke hassen und sich ihrer schämen und sich gegen alles wehren sollen, was "sentimental" heißen könnte. [...] Ich mache nicht mit.”

Quote by Hermann Hesse

Work

Die Nürnberger Reise

Browse quotes and source details for this work. more

Author

Hermann Hesse
Hermann Hesse

Hermann Hesse was a German poet and novelist, born on July 2, 1877, and died on August 9, 1962. Known for his profound psychological descriptions and exploration of human nature, his works include classics such as 'Steppenwolf' and 'The Glass Bead Game'. more

You May Also Like

“Tolle Wände haben Sie", sagte Sibel damals, als sie Platz nahmen auf der schwarzen Couch, "da könnte man super Kunst aufhängen." "Nein, nein, auf keinen Fall", sagte Michael Keplin, "ich habe mich mal viel mit Künstlern beschäftigt. Da könnte ich lange Vorträge drüber halten. Was malen sie alle für Bilder? Sie verarbeiten damit ihre eigenen Probleme. Und warum bitte soll ich mir die Probleme anderer Menschen an die Wand hängen?”

“Vielleicht solltest du mit dem Sprayen aufhören”, sagt Castor. Ajax verzieht das Gesicht, er sieht aus, als ginge ihm ein komplizierter Gedanke durch den Kopf. “Kann ich nicht. Noch nicht.” “Jax”, beginnt Pallas, offenbar will er seinem Bruder ins Gewissen reden. “Ich mach’s”, unterbricht ihn Ajax. “Aber noch nicht jetzt. Ich muss noch eine Sache erledigen.” “Und welche?”, fragt Castor. Ajax lächelt. “Ich habe jemandem versprochen, den Himmel anzumalen.”