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Leben Quotes

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Leben Quotes

“Ich liebe das Leben", gestand der Alte und wurde fast verlegen. "Ich liebe das Leben erst recht, seit ich arm bin. Manchmal könnte ich vor Freude in den Sonnenschein hineinbeißen oder in die Luft, die in den Parks weht. Wissen Sie, woran das liegt? Ich denke oft an den Tod, und wer tut das heute? Niemand denkt an den Tod. Jeder lässt sich von ihm überraschen wie von einem Eisenbahnzusammenstoß oder einer anderen unvorhergesehenen Katastrophe. So dumm sind die Menschen geworden. Ich denke täglich an ihn, denn täglich kann er winken. Und weil ich an ihn denke, liebe ich das Leben.”

“Kinder sind Wachs in den Händen der Welt. Offene Bücher mit leeren Seiten, die von uns Erwachsenen beschrieben werden. Was in den ersten Kapiteln steht, kriegst du den Rest deines Lebens nicht mehr aus der Wäsche. [...] Dort schrieb sie ins uns: Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht aus dem Weg, aber lasst euch nie vorschreiben, wie ihr zu leben habt. Ich liebe euch wie ihr seid.”

“Ackerfurchen. Zäune. Das Kreuz in der Schnapsflasche. Polenta für die Schwiegereltern. Vijarac. Gavrilo und Großmutter - jetzt auch Sretoje - erzählten von all dem, auch um zu gedenken. Sie legten für ihre Toten eine gute Geschichte ein. Der Geschmack des Brunnenwassers ist aus Sprache gemacht. Die Sprache wird weiterfließen. Einer überleben, um zu erzählen. Um zu sagen: Mein Leben ist unbegreiflich.”

“„Wir alle tragen unsere Wunden. Vielleicht besteht der Sinn des Lebens nicht darin, die Fehler zu verbergen, sondern daraus Licht zu schaffen.”

“Ich hört' in meiner Bücherei des Nachts Den Bücherwurm den Schmetterling befragen: "Ich habe mein Nest in Ibn Sinas Blättern, Bin in Farabis Manuskript beschlagen - Den Sinn des Lebens hab' ich nicht verstanden, Ganz sonnenlos leb' ich in finstern Tagen!" Wie schön sprach darauf der halbverbrannte Falter: "Nach diesem Punkt darfst du nicht Bücher fragen: Nur Fieberglut kann neues Leben bringen, Nur Fieberflut gibt deinem Leben Schwingen!”

“Alle Häuser haben Schlösser. Und auch Gärten haben Zäune. Mein Herz aber, das will ich nicht verschließen. Es soll leben wie ein freier Vogel. Über dunkle, große, unbekannte Wälder und tiefe, gefährliche Schluchten fliegen. Die Abenteuer und die Gefahren des Lebens, die an jeder Ecke und in jeder Sekunde warten, erleben und durch sie erstarken. Ich will mit dem Herzen leidenschaftlich genießen, selbst wenn Leidenschaft auch heißt zu leiden, dann will ich auch dies mit Leib und Seele tun. Denn ich habe nur ein Herz. Doch sei dir gewiss, es ist alles was ich habe.”

“Und manchmal reist du um die Welt, um wieder das Gefühl zu haben, vorwärts zu kommen. Nicht festzusitzen auf der altbekannten Bank mit dem gleichen Blick auf das andere Ufer des Flusses. Du stehst auf und reist, um deine Blickrichtung zu ändern. Um deine Seele in anderen Orten zu erkunden. Sie an stillen Orten besser zu hören. Sie von kleinen und großen Meeren neu durchfluten und von verschieden starken und schwachen Sonnenstrahlen wärmen und berühren zu lassen. Um andere Menschen wahrzunehmen und neue Geschichten erzählt zu bekommen, die dich von deiner eigenen Abstand nehmen lassen. Ja manchmal reist du um die Welt außerhalb deines Kopfes, nur um wieder zu dir selbst zu finden und zu fühlen wie das Herz in dir wieder nach Leben schreit.”

“Wir sind Teil eines großen Ganzen, und meistens erkennen wir erst in der Rückschau, welch wunderschönes buntes Motiv wir gemeinsam erschaffen haben. Du bist wie ein Puzzleteil, George, und ein solches hat immer mehrere Seiten. Nur weil mit mir eines Deiner Nachbarstücke gegangen ist, heißt das nicht, dass Du jetzt für Dich alleine stehst. Es gibt noch drei weitere perfekt passende Anschlussstücke.”

“Viele fragen sich, ob leben, sterben oder nie leben das größte Leid ist. Aber alle Antworten sind in dem Gefühl selbst enthalten; denn viele leiden, aber nicht jeder lebt. Und derjenige, der nie Schmerz empfunden hat, ist für den Gedanken verloren. Wenn es also eine Wahrheit für alles gibt – dann, dass jeder auf seine Weise leidet. Denn die Wahrheit kann leben oder sterben, aber am Ende leidet sie nur.”

“Das Leben dauert viel zu lange an, dachte er sich stillschweigend, während er an seiner Zigarette zog. Doch selbst diese vermochte die Stunden seines Daseins nicht zu töten. Er lebte einfach weiter vor sich hin. Eine wirkliche Wahl blieb ihm nicht, noch das Wissen, ob es nun ein Geschenk oder ein Fluch war. Denn auch, wenn alle nach Zeit strebten und sich verzweifelt an jeden Augenblick ihres Lebens klammerten, so dachte doch niemand daran, wie schwer eine einzelne Sekunde auf einem lasten konnte. Keiner von ihnen wollte ewig leben und keiner wollte sterben. Wenn das bloß die Welt wäre, in der wir leben würden. (Alistair #1)”