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Familie Quotes

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Familie Quotes

“Ibrahim findet es einfach, dieses Erbe von sich zu weisen. Er kann sagen: Das hier will ich nicht. Aber das bringt weder ihm noch unseren Eltern Frieden. Maya findet es einfach, den vorgegebenen Weg zu gehen. Sie weiß, wie man Kompromisse schließt. Und trotzdem ergrauen ihre Haare, wo sie doch noch keine neunzehn ist. Aber wo ich stehe, das weiß ich nicht. Wieder in den Zwischenräumen, denke ich.”

“Als ich nach Hause kam, lag Netanel wieder in den Armen des Mandarinenbaums, und Salim saß rauchend mit dem Rücken zu ihm auf dem alten Traktor unseres Nachbarn, den er unbedingt reparieren wollte. Ich wusch die Erdbeeren und ging zu dem Jungen. Er fasste einen Moment nach meinem Arm wie nach einem Ast. Danach kam er an den Tisch und aß ein paar Erdbeeren. Er hatte noch nicht runtergeschluckt, de lief er schon wieder im Hof hin und her. Ich fragte Salim:"Was meinst du? Soll ich jetzt mal was Richtiges kochen?" Und Salim: "Warum einen alten Traktor wegwerfen, wenn man ihn noch reparieren kann?”

“Als ich noch bei meinen Eltern lebte, habe ich selten mit meiner Familie in Pakistan telefoniert. Meine Verbindung zu Pakistan war für viele Jahre gekappt, was zum großen Teil an meinen Eltern selbst liegt, die sich von all ihren Verwandten zurückgezogen haben. Asma Aunty redet dagegen regelmäßig mit meinen Großeltern, weswegen es auch für mich immer mehr zum Alltag wird. Anfangs haben mir meine Probleme mit der Sprache und mein nervöses Selbst die Kommunikation schwer gemacht, aber die beiden füllen nur zu gern meine Lücken aus und freuen sich allein schon darüber, mich zu sehen, ohne dass ich etwas sagen muss. Es ist fast schon befremdlich, wie gern sie mich noch haben. Sie kennen diese Person, die ich heute bin, doch gar nicht. Wie können sie so lieb zu mir sein? Ich habe nie irgendwas getan, um diese Sanftheit zu verdienen.”

“de sier brødre? dere ække brødre, dere ikke er familie engang, men om vi ikke er familie, hvorfor er vi dem vi ringer hver gang ikke vi kan ringe noen andre, hvorfor er vi dem som er der når ingen andre er, fuck you ikke familie, om vi ikke er familie, si meg hvorfor vi er de eneste vi kan chatte med om de tinga ingen andre så, ingen andre hørte, du vet - alle tinga familie aldri burde gjøre”

“Ich bin kurz davor, mein Studium zu beenden. Für die meisten anderen ist spätestens das der Moment, um unabhängig zu werden. Aber bei uns läuft das alles einfach anders ab. Unsere Familien formen uns nicht nur, wenn wir jünger sind, sie bleiben durchgehend immer präsent. Jede wichtige Frage, die wir uns stellen, auch wenn wir erwachsen sind, versuchen wir nicht allein zu beantworten, sondern gemeinsam, mit der Familie im Hinterkopf." "Unsere Kultur baut halt auf Gemeinschaften auf", sagt Arwa. "Würden wir mehr auf das Individuelle achten, wären wir …" Sie zuckt mit den Schultern. "Der Westen?" "Wahrscheinlich. Aber ich frag mich halt, gibt es nur das eine oder andere? Also, geht auch etwas dazwischen?" "Zwischen Wir und Ich?" "Zwischen Wir und Ich. Ja, irgendwie schon." Ich fahre mir über meine Augen. "Wenn ich zum Beispiel meine Familie wegdenke, wer bin ich dann?”

“Wenn deine Eltern für dich ein Leben aufbauen, weil sie wissen, wie unsicher die Welt sein kann und wie wichtig es ist, einen Ort der Zuflucht zu haben; wenn deine Eltern, bevor du überhaupt einen Schritt machst, die Steine aus dem Weg schaffen und dann ebendiesen Weg mit Pflaster verlegen, damit du nie stolpern musst; wenn dir deine Eltern ihr Dasein verschreiben– wie kannst du reuelos beschließen, an der nächsten Kreuzung abzubiegen und alles, was sie für dich getan haben, hinter dir zu lassen? Wie begleicht man eine lebenslange Schuld? Und wenn man die Zeit umkehren könnte, zurück in die Vergangenheit, um zu verhindern, dass sich die sich Dinge so entwickeln– wo fängt man an, wenn diese Schuld generationsbedingt und ebenso in deinen Eltern und in deren Eltern verankert ist?”

“Als ich drei Tassen Chai vor meine Eltern auf den Tisch stelle, sie um ein Gespräch bitte, mache ich mir keine Illusionen. Trotzdem bin ich ruhig, als ich mich ihnen gegenüber niederlasse, meine Stimme zittert nicht und ich sitze aufrecht. Ich ziehe aus, sage ich. Ich bin unsicher, sage ich. Ich bin verliebt. Das sage ich nicht. Aber ich sage: Ich will an meinem Fundament rütteln.”

“Wenn meine Eltern diese Geschichten von ihrer Erfahrung als Ausländer hier in Österreich mit uns teilen, spüre ich den gleichen Frust, den ich in Arwas Augen jetzt sehe. Es bricht nur immer Stück für Stück und in unerwarteten Momenten aus ihnen heraus, weil sie sonst immer darauf bedacht sind, ihren Kindern diese Erfahrungen zu ersparen. Aber wenn ich diese Bruchstücke mal zu hören bekomme, fühle ich mich einfach hilflos, weil ich nicht weiß, was ich tun könnte, um es leichter für sie zu machen.”

“Weißt du, welche Gedanken mir gerade kommen? Dass ich einfach nicht das Recht habe, so unglücklich zu sein. Ich bin nicht diejenige, die solche Dinge durchmachen musste wie meine Mutter. Ich hab eigentlich nie direkt irgendwas Schlimmes erfahren. Und dann taucht sie plötzlich bei mir auf und sagt mir so Sachen wie die, dass sie stolz auf mich ist und wie leid ihr alles tut. Als wäre sie schuld. Dabei wäre sie eigentlich so viel besser dran ohne mich. Und ich weiß nicht –" "Es geht aber nicht um Schuld", unterbreche ich sie. "Es fühlt sich so an, aber es geht nicht darum, Arwa. Du hast es auch gesagt, dass eine Beziehung zwischen Kindern und Eltern nicht so sein sollte.”

“Mein Herz stolpert, ich kann mich nicht regen. Ich muss an Arwas Worte denken, dass sie sich kein Mitgefühl erlauben, sich nicht das Recht zusprechen kann, unglücklich zu sein. Es ist schwer für uns, unsere Position nicht mit der von unseren Eltern zu vergleichen und uns für unsere Privilegien nicht schuldig zu fühlen. Ich kann die Ängste und Sorgen meiner Eltern nachempfinden, aber die Linie zwischen Dankbarkeit und Selbstaufopferung ist fein. Gefühlt mein Leben lang habe ich versucht, den Ausgleich zu finden.”

“Scoala doar completeaza ceea ce-i invata parintii. In zilele noastre, cand parintii trebuie sa faca foarte multe lucruri intr-un timp foarte scurt, e mai usor sa nu te implici si sa speri ca scoala o sa-i invete pe copiii tai toate lucrurile pe care trebuia sa-i inveti tu, daca nu erai atat de ocupat incercand sa faci toate lucrurile care iti solicitau atentia. Asta e o abordare gresita. Sa fii lider ca parinte inseamna sa faci toate actele lucruri despre care constiinta ta iti spune ca trebuie facute, chiar daca s-ar putea sa nu fie deloc usor.”

“Ramăsesem singurii care mai credeam în noi înșine. De aceea trăiam între noi, vânam între noi, ne căsătoream între noi. Lumea credea că suntem îngânfați. Eram doar timizi. Ne era teamă de ceilalți oameni. Ne era teamă de viitor, care era contrariul trecutului. Închideam în urma noastră toate ușile care dădeau spre o lume devenită prea mare pentru noi și pentru speranțele noastre înlănțuite de amintiri.”

“Schimbarea nu separă doar trecutul de viitor. Chiar în cadrul prezentului, ea tinde să acționeze ca un factor distructiv al coerenței familiei. Se părea că intram într-o perioadă în care toți oamenii aveau să se asemene. Era extrem de posibil. În sânul familiei, în orice caz, divergențele sporeau în loc să scadă. Odinioară familia forma, în primul rând, un tot. De la străbunica până la strănepoți, semănam unii cu alții. Domnea în rândurile noastre ceea ce alții denumeau, și ceea ce noi înșine denumeam, cu satisfacție, cu emfază, un aer de familie. (...) De acum înainte fiecare membru al familiei părea să-și ducă existența așa cum înțelegea el. Nu ajunsesem la dezlănțuirile individualiste care ne vor marca viața după al doilea război mondial. Dar, chiar în interiorul grupului, modurile de viață începeau să se deosebească. Nu mai exista acea colectivitate, acel organism, acea totalitate care se numea familie. Exista cutare, și cutare, și un alt cutare. Numai că purtau toți același nume.”

“Ich habe Leute sagen hören, dass man sich seine Familie nicht aussuchen kann, seine Freunde schon. Aber in Wirklichkeit kann man beides wählen. Man kann sein Blut nicht verändern. Mit wem du durch deine Geburt verwandt bist, entzieht sich deiner Kontrolle. Aber wer deine Familie ist? Diese Wahl bekommst du. Du kannst die Menschen auswählen, die du in dein Leben lässt und die du in deinem Leben behältst. Wen du liebst und um wen du dich kümmerst, liegt bei dir, nicht bei jemand anderem.”

“Trebuie să își regăsească locul într-o familie pe care cu greu o înțelege, dar, până la urmă, nu are de ales. Trebuie ori să se adapteze, ori să își creeze propriile reguli, să își dovedească existența, să se impună cumva. Că doar nu ajunsese să fie în sfârșit liberă pentru a fi captivă din nou, într-un sistem bolnav și care se repetă la infinit. Era pornită să pună ordine în lucruri.”

“Kinder sind Wachs in den Händen der Welt. Offene Bücher mit leeren Seiten, die von uns Erwachsenen beschrieben werden. Was in den ersten Kapiteln steht, kriegst du den Rest deines Lebens nicht mehr aus der Wäsche. [...] Dort schrieb sie ins uns: Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht aus dem Weg, aber lasst euch nie vorschreiben, wie ihr zu leben habt. Ich liebe euch wie ihr seid.”

“Was Familie angeht, geht es nicht vor allem darum, ob du blutsverwandt bist oder nicht, sondern was zählt, ist, dass es in deinem Leben Menschen gibt, die dir das Gefühl geben, dass du immer geliebt wirst, ganz egal, was auch passiert, die dir vergeben, wenn du es eigentlich nicht verdient hast, die für dich da sind, wenn du jemanden brauchst. Es geht darum, Menschen mit Liebe und Respekt zu begegnen, dich um sie zu kümmern, als wären sie dein eigen Fleisch und Blut. Und der Kreis dieser Menschen ist auch nicht auf eine bestimmte Anzahl beschränkt, er kann so viele Menschen umfassen, wie du willst. [...] es ist nicht das Etikett, das eine Beziehung ausmacht, sondern die Art und Weise, wie du dem anderen Menschen begegnest.”

“de opeenvolging der generaties: een reeks die zich in het duister van de tijd verliest, ouders, kinderen, kleinkinderen, tot in het oneindige bezig elkaar de last door te geven die ieder van de voorgangers heeft ontvangen, vermeerderd met eigen onlust, soms door individuele werkzaamheid in gewicht verminderd. Wij kunnen onze kinderen geen grotere dienst bewijzen dan door onze bagage op vodden en oud roest te sorteren'.”

“Ackerfurchen. Zäune. Das Kreuz in der Schnapsflasche. Polenta für die Schwiegereltern. Vijarac. Gavrilo und Großmutter - jetzt auch Sretoje - erzählten von all dem, auch um zu gedenken. Sie legten für ihre Toten eine gute Geschichte ein. Der Geschmack des Brunnenwassers ist aus Sprache gemacht. Die Sprache wird weiterfließen. Einer überleben, um zu erzählen. Um zu sagen: Mein Leben ist unbegreiflich.”