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Flucht Quotes

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Flucht Quotes

“Nun ist Flucht nicht nur weglaufen, sondern auch ankommen. Und die Vergangenheit, in der ich als Rechtshistoriker ankam, war nicht weniger lebensvoll als die Gegenwart. Es ist auch nicht so, wie der Außenstehende vielleicht annehmen möchte, daß man die vergangene Lebensfülle nur beobachtet, während man an der gegenwärtigen teilnimmt. Geschichte treiben heißt Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und beide Ufer beobachten und an beiden tätig werden. Eines meiner Forschungsgebiete wurde das Recht im Dritten Reich, und hier ist besonders augenfällig, wie Vergangenheit und Gegenwart in eine Lebenswirklichkeit zusammenschießen. Flucht ist hier nicht die Beschäftigung mit der Vergangenheit, sondern gerade die entschlossene Konzentration auf Gegenwart und Zukunft, die blind ist für das Erbe der Vergangenheit, von dem wir geprägt sind und mit dem wir leben müssen. (S.172)”

“Die alten Gemäuer und Holzbalken verströmten einen unverwechselbaren Geruch, einem Gütesiegel gleich, das signalisierte: Hier ist ein Ort, dessen Geschichte bis in die Zeit des Gilgamesch-Epos zurückreicht. Nachts tauchte das Licht der Straßenlaternen die Altstadtgassen in einen warmen Gelbton, mäanderte an den von verträumten Jasminsträuchern überwucherten Mauern entlang.”

“Auch wenn alles durch sich ständig wiederholende Wandlungsphasen geht, ist es wichtig, diese allumfassende Dimension nicht als Flucht vor menschlicher Verantwor-tungsübernahme zu nutzen.”