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Saša Stanišić Quotes

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Famous Saša Stanišić Quotes

“Zoki walks into the classroom, puts a piece of paper down on the teacher’s desk, and shouts: “Everyone write your name.” There are three columns: Muslim / Serb / Croat. We all gather round, we all hesitate. “Come on, guys.” Zoki writes his name under Serb. Kenan takes the pen from Zoki and writes his name under Muslim. Both Gorans put their names under Serb. Edin puts his name under Muslim. Alen puts his name under Muslim. Marica puts her name under Serb. Goca puts her name under Serb. Kule asks what this is all about. Zoki says: “So we know.” Kule says: “Fuck you.” Zoki says: “Anyway, you’re Muslim.” “What I am is Fuck you,” Kule says. Elvira makes a new column, writes Don’t know at the top, and puts her name there. Alen takes the pen back and crosses his name out and writes it again under Don’t know. Goca too. Marko puts his name under Serb. Ana puts her name under Don’t know, thinks for a second, crosses it out, adds Yugoslav as a fifth heading, and puts her name there. Zoki writes Kule under Muslim. Kule says: “Zoki, you dumb horse, I’ll fuck your mother.” The Gorans plant themselves in front of Kule and the one with the long incisors says: “What’s wrong, Kule? Shoes too tight?” Kule grabs the pen out of Zoki’s hand and tries to scribble something on Goran’s forehead. Goran shoves him, Kule shoves back, and we move between them. Everyone’s shouting all at once until Kule raises his arm—the gesture says, Everything’s cool, I’m cool. He goes up to the desk and makes a sixth column. On top it says, Fuck all of you. Kule writes Kule in that column, stomps on the pen, which breaks, and leaves the classroom. No one follows Kule. The list disappears. A couple months later, Muslims in several cities are ordered to wear white armbands. An Eskimo family lived in Višegrad at the time, above the supermarket on Tito Street. Actually they had no connection with the Inuit—it was just a joke answer on the 1991 census, which was included in the actual statistics and then recognized by the state. The father repeated it during the Serbian occupation, but no one laughed. So he left the city, with his wife and baby daughter. Today they live closer to the North Pole and speak decent Swedish.”

“Ackerfurchen. Zäune. Das Kreuz in der Schnapsflasche. Polenta für die Schwiegereltern. Vijarac. Gavrilo und Großmutter - jetzt auch Sretoje - erzählten von all dem, auch um zu gedenken. Sie legten für ihre Toten eine gute Geschichte ein. Der Geschmack des Brunnenwassers ist aus Sprache gemacht. Die Sprache wird weiterfließen. Einer überleben, um zu erzählen. Um zu sagen: Mein Leben ist unbegreiflich.”

“Oskoruša è un bel nome. No, non è vero. Oskoruša ha un suono duro, brusco. Nessuna sillaba a cui potersi aggrappare, ritmo inesistente, una sequenza bizzarra di suoni. Sì, già l’inizio: Osko – che roba è? Chi è che parla così? – e poi il tuffo sulla fine sibilata: -ruscha. Dura e slava come soltanto le desinenze balcaniche sanno essere. Potrei lasciare questo pensiero così com’è, dopotutto forse la gente se la berrà la cosa delle desinenze dure e slave, visto che vengo dai Balcani. Ma certo, questi jugoslavi con le loro guerre e i loro modi. Eppure l’immagine non ha alcun senso. Cosa bisogna figurarsi al sentir parlare di desinenze dure e slave? L’essere slavi non è un cappello da uomo, non è qualcosa che si può descrivere in maniera inequivocabile, a patto di sapere cosa sono gli uomini e cosa sono i cappelli. Può darsi però che queste parole vengano anche lette da qualcuno che, pur non amando l’ironica riproduzione di pregiudizi e cliché, sa cosa significa Oskoruša, cos’è Oskoruša. Oskoruša è un frutto. Un frutto molto apprezzato, per essere precisi, un rispettato tipo di sorbo con elevata agricultural credibility. Ad affermarlo sono quelli il cui rispetto conta qualcosa: gli agricoltori. Oskoruša è il nome serbocroato del sorbus domestica, il sorbo. (p.36)”

“In Büchern ging es meistens um Liebe: Kam eine Frau vor, kam auch die Liebe vor. Gisel mochte solche Bücher nicht. Sie mochte Bücher, in denen eine Frau vorkam, und ein Flugzeug stürzte ab, und die Frau war die einzige Überlebende und schlug sich, bewaffnet mit einer Zahnbürste, fortan durch die Wildnis. Sie zähmte einen Bären, der ihr treuer Begleiter wurde.”

“Siehst du das?" Er zeigt in die Landschaft. "Da stand das Haus", sagt er. "Von meinen Urgroßeltern?" "Ja." "Da?" "Nein, da." "Da, wo man den Zaun sieht?" "Nein, da wo man nichts sieht." Ich lachte. Gavrilo fand es nicht komisch, und das war der Augenblick, da Gavrilo mich fragte, woher ich käme. Also doch, Herkunft, wie immer, dachte ich und legte los: Komplexe Frage! Zuerst müsse geklärt werden, worauf das Woher ziele. Auf die geografische Lage des Hügels, auf dem der Kreißsaal sich befand? Auf die Landesgrenzen des Staates zum Zeitpunkt der letzten Wehe? Provenienz der Eltern? Gene, Ahnen Dialekt? Eine Art Kostüm, das man ewig tragen soll, nachdem es einem übergestülpt worden ist. Als solches ein Fluch! Oder, mit etwas Glück, ein Vermögen, das keinem Talent sich verdankt, aber Vorteile und Privilegien schafft. So redete ich und redete, und Gavrilo ließ mich ausreden. Er brach das Brot und reichte mir die Kante. Dann sagte er: "Von hier. Du kommst von hier." Ich biss in das Brot. Wartete, dass er erklärte. Von hier? Was von hier?”

“Am Morgen des Tages, an dessen Abend er starb, schnitzte mir Opa Slavko aus einem Ast den Zauberstab und sagte: im Hut und im Stab steckt eine Zauberkraft. Trägst du den Hut und schwingst du den Stab, wirst du der mächtigste Fähigkeitenzauberer der blockfreien Staaten sein. Vieles wirst du revolutionieren können, solange es mit den Ideen von Tito konform geht und in Übereinstimmung mit den Statuten des Bundes der Kommunisten Jugoslawiens steht. Ich zweifelte an der Zauberei, aber ich hatte keine Zweifel an meinem Opa. Die wertvollste Gabe ist die Erfindung, der größte Reichtum die Fantasie. Merk dir das, Aleksandar, sagte Opa ernst, als er mir den Hut aufsetzte, merk dir das und denk dir die Welt schöner aus. Er übergab mir den Stab, und ich zweifelte an nichts mehr.”

“Na manhã do dia em cuja noite acabou morrendo, vovô Slavko esculpiu uma varinha de condão para mim usando um galho de árvore e disse: tanto no chapéu quanto na varinha existe um poder mágico, se tu usares o chapéu e carregares a varinha, vais te tornar o mais poderoso mágico de capacidades entre os países que não fazem parte do bloco. Poderás revolucionar muitas coisas, na medida em que isso estiver em conformidade com as ideias de Tito e concordar com os estatutos da Aliança dos Comunistas da Iugoslávia. Eu duvidava da magia, mas não duvidava do meu avô. A graça mais valiosa é a inventividade, a maior riqueza é a fantasia. Guarda isso, Aleksandar, disse vovô com seriedade, enquanto botava o chapéu em mim, guarda isso e imagina um mundo mais bonito. Ele me entregou a varinha. Eu não duvidava de mais nada.”