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Schicksal Quotes

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Schicksal Quotes

“Als hätte ich damals schon geahnt, dass es in diesem Haus nicht nur nach Zigaretten, Kaffee, Schweiß und Eisen roch, sondern nach Schicksal - wie erhaben und furchterregend es doch klingt, das Schicksal, unabänderlich, groß, die von Gott geschickte Fügung; und wie verlogen, alles einer das menschliche Leben lenkenden Macht zuzuschieben, die mit der eigenen Verantwortung, dem eigenen kleinen Leben nichts zu tun hat, und ins Allmächtige auszuweichen, wenn es darum ginge, menschliche Antworten auf menschliche Fragen zu finden. Mittlerweile weiß ich, dass oft von Schicksal die Rede ist, wenn es eigentlich darum ginge, zu schweigen. Oder zu erzählen. Nein, damals habe ich nicht über das Schicksal nachgedacht. Ich fürchtete mich nur vor dem, was mich hinter dem Vorhang erwartete, und vermutlich ahnte ich, dass Armut nie folgenlos blieb.”

“»Ich kann kein Siegel sehen.« »Siegel, pah! Als könnte man die Magie in Ketten legen! Magie benötigt keine Siegel! Im Gegenteil, es ist sogar gefährlich, sie in eine bestimmte Form zu pressen, weil sie sich dann anstauen und explodieren oder andere schlimme Dinge verursachen kann. Was denken Sie, warum haben Sie solche Schmerzen, wenn Sie längere Zeit nicht aktiv bemüht sind, Ihre Prophezeiung zu erfüllen? Nicht wegen der Schicksalsmagie, sondern wegen des Siegels auf Ihrer Stirn! Früher gab es kein Questen-Zeichen und keine Questen-Häuser – der Blödsinn ist von euch Menschen eingeführt worden.« Zacharias lauschte Ianis Erklärung mit einem mulmigen Gefühl. Allmählich begann er zu begreifen, wie anders die Magischen dachten und warum die Ordnungshüter sie als Rebellen betrachteten, wenn sie ihre Meinung äußerten.”

“Zacharias bemerkte erstaunt, wie eine Veränderung mit Iani vor sich ging. Seine Haltung versteifte sich, fast schien ein unsichtbarer und nicht fühlbarer Wind seine Kleidung aufzubauschen, dann legte er los: »Idioten! Es sind unsere Prophezeiungen, unser Orakel, unser Schicksal! Wir haben ihm seit Tausenden von Jahren gedient! Warum unterstellt ihr uns, dass wir verhindern wollen, dass sich die Prophezeiungen erfüllen? Es ist uns eine Ehre, einem Auserwählten zu helfen! Ihr Menschen seid es, die das Schicksal ablehnen, es durchkreuzen und übers Ohr hauen wollen! Ihr seid diejenigen, die es nicht verstehen und denken, dass es euren Wünschen und Launen gehorchen muss!«”

“Im Grunde sind wir alle seelisch verbunden. Doch einige Verbindungen fühlen sich intensiver an. Seelen erkennen sich wieder. In dem seelischen Raum, der als eine andere Dimension neben dem verkörperten Menschlichen besteht, existieren die Regeln von Raum und Zeit nicht. Es kann, wie in diesem Fall, Jahre dauern, bis der Verstand erkennt, wofür das andere Wesen in das Leben getreten ist.”

“Das Wahrscheinliche (dass bei 6 000 000 000 Würfen mit einem regelmäßigen Sechserwürfel annähernd 1 000 000 000 Einser vorkommen) und das Unwahrscheinliche (dass bei 6 Würfen mit demselben Würfel einmal 6 Einser vorkommen) unterscheiden sich nicht dem Wesen nach, sondern nur Häufigkeit nach, wobei das Häufigere von vornherein als glaubwürdiger erscheint. Es ist aber, wenn einmal das Unwahrscheinliche eintritt, nichts Höheres dabei, keinerlei Wunder oder Derartiges, wie es der Laie so gerne haben möchte. Indem wir vom Wahrscheinlichen sprechen, ist ja das Unwahrscheinliche immer schon inbegriffen und zwar als Grenzfall des Möglichen, und wenn es einmal eintritt, das Unwahrscheinliche, so besteht für unsereinen keinerlei Grund zur Verwunderung, zur Erschütterung, zur Mystifikation.”

“Mein Freund', sagte er schließlich. 'Verlieren Sie die Hoffnung nicht. Wenn ich in dieser grauenhaften Welt etwas gelernt habe, dann, dass das Schicksal immer gleich um die Ecke wartet. Als wäre es ein Taschendieb, eine Hure oder ein Losverkäufer, seine drei abgegriffensten Verkörperungen. Und sollten Sie sich eines Tages entschließen, es zu suchen - denn Hausbesuche macht das Schicksal nicht -, dann werden Sie sehen, dass es Ihnen eine zweite Chance gibt.”

“Hören Sie, Iani, ich weiß, wir hatten einen schlechten Start und ich entschuldige mich, falls ich Sie unbeabsichtigt beleidigt haben sollte. Aber ich benötige Ihre Hilfe bei meiner Queste und ich akzeptiere kein Nein. Nennen Sie mir Ihren Preis! In den letzten Tagen ist so viel Mist passiert, mir wurden so viele Steine in den Weg gelegt, alles scheint wie verflucht zu sein und verhindern zu wollen, dass ich meine Prophezeiung erfülle. Zugegeben, ich dachte kurz daran, nach einer Lösung zu suchen, wie man die Prophezeiung aufheben kann, aber ich weiß, das ist nicht der richtige Weg. Das ist meine Prophezeiung, ich wurde auserwählt, um sie zu erfüllen, und das werde ich verflucht noch mal auch! Egal wer mir im Weg steht und es verhindern will! Ich nehme mein Schicksal ab sofort in meine eigenen Hände – und Sie werden mir dabei helfen!”

“Vielleicht hat Gott auch eine Landkarte mit ganz vielen Wegen für dich und mich. Mit Abkürzungen und Umwegen. Mit Höhen, Tälern und Sackgassen. Und vor allem mit einer eigenen, freien Wahl. Mit der Freiheit, die Wege zu nehmen, die du nehmen willst. Mit der Möglichkeit, spontan abzufahren, obwohl das Ziel schon vorgegeben scheint.”

“Und allmählich glaube ich, dass Geburtsorte Zufälle sind, dass alles ein Zufall ist. Aber wenn du das glaubst, wohin kannst du dann noch? Was machst du dann? Was ist dann überhaupt noch wichtig? Während Samad mit verstörtem Blick diese Dystopie beschrieb, merkte Irie beschämt, dass das Land der Zufälle sich für ihre Ohren wie das Paradies anhörte. Wie Freiheit.”

“Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten." Achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. Aus einem alten Weisheitsbuch”

“Ich fühle, wie die Kraft aus mir herausfließt. Die Energie, die mich auf den Beinen hält. Lebenskraft. Wie Asche, die der Wind davonträgt. Beinahe lache ich auf, so wunderbar und unangebracht poetisch ist das Schicksal manchmal. Seine Ascheaugen, eine Illusion, aus Nacht entsprungen, sind dafür verantwortlich, dass meine Unbeschwertheit, mein ganzes Leben überhaupt erst in Flammen aufgegangen ist.”

“„Ich weiß nicht, was es ist. Aber ich weiß, dass da etwas ist“, gab ich ehrlich zu und begrub mein Gesicht in beiden Händen. „Weißt du, meine Oma hat immer zu mir gesagt: Irgendwann klopft das Schicksal an deine Tür und teilt dir mit, dass es jetzt an der Zeit ist, dass du glücklich wirst“, sie wischte die übrigen Tische ab und sah mich dabei an, „...du solltest die Tür öffnen.”