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Seele Quotes

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Seele Quotes

“Alle Häuser haben Schlösser. Und auch Gärten haben Zäune. Mein Herz aber, das will ich nicht verschließen. Es soll leben wie ein freier Vogel. Über dunkle, große, unbekannte Wälder und tiefe, gefährliche Schluchten fliegen. Die Abenteuer und die Gefahren des Lebens, die an jeder Ecke und in jeder Sekunde warten, erleben und durch sie erstarken. Ich will mit dem Herzen leidenschaftlich genießen, selbst wenn Leidenschaft auch heißt zu leiden, dann will ich auch dies mit Leib und Seele tun. Denn ich habe nur ein Herz. Doch sei dir gewiss, es ist alles was ich habe.”

“Ein mögliches Bild für Gott und die Seelen ist das der Sonne und ihrer Strahlen. Die Strahlen sind nicht von der Sonne verschieden; die Sonne ist nichts anderes als die Strahlen. Und doch gibt es eine Sonne und viele Strahlen. Die Strahlen haben keine eigene Existenz; sie sind nur eine Aktivität der Sonne. Obwohl sie nicht von der Sonne getrennt sind, erscheinen sie doch als verschiedene Strahlen. Die eine Sonne steht für die Idee des einen Zentrums. Und so ist es auch mit Gott und den Menschen. Was ist Gott? Der Geist, der verschiedene Strahlen aussendet. Jeder Strahl ist eine Seele. Also ist der Atem dieser Strom, der wie ein Strahl ist, ein Strahl, der aus der Sonne kommt, die der Geist Gottes ist. Und dieser Strahl bedeutet Leben. (S. 187)”

“Ein Leben voller emotionaler Höhen und Tiefen zerrt an der Seele. Aber das Gegenteil ist eine Nulllinie der bloßen Existenz. Eine Existenz, die nichtig ist. Deshalb strecke die Arme aus und fliege, aber schaue links und rechts nach greifbarem Halt. Deshalb kämpfe für jeden Atemzug, auch wenn er eisig ist. Deshalb träume von Unerreichbarem, aber bemühe dich zumindest etwas davon zu erreichen. Denn das ist das reale Leben.”

“Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele. Der Himmel war weiß gefleckt; wenn man von der Sonne recht schön angebraten war, kam eine Wolke, ein leichter Wind lief daher, und es wurde ein wenig kühl. Ein Hund trottete über das Gras, dahinten. ›Was ist das für einer?‹ fragte ich. – ›Das ist ein Bulldackel‹, sagte die Prinzessin. Und dann ließen wir wieder den Wind über uns hingehen und sagten gar nichts. Das ist schön, mit jemand schweigen zu können.”

“Sintra, in der Tat ein Zufluchtsort für die Seele, ein Rückzugsort vor dem Chaos der modernen Welt. Ein Ort wo man sich in der Schönheit des Augenblicks und den Geheimnissen des Daseins verlieren kann!”

“Was sagt es aus, wenn wir uns selbst im Traum sehen? Dass wir selbst nach dem, was wir den Tod nennen, nicht formlos sind; dass nichts verloren, sondern nur Freiheit gewonnen wird, die verloren gegangen war. Weil wir das nicht wissen, haben wir solche Angst, diesen physischen Körper zu verlieren, und es graut uns davor zu sterben. Aber was ist der Tod? Nur ein Schlaf: Der schlaf des Körpers, der ein Mantel war. Wir können ihn wegnehmen und leben dennoch. Trotz allen Redens über den Tod werden wir erkennen, dass wir leben, dass wir nicht verlieren, sondern gewinnen. Wir sind in der physischen Welt, um zu lernen... (S. 210)”

“Das Herz ist das Teleskop der Seele und die Augen sind das Teleskop des Herzens. So wie es die Augen sind, die sehen, wenn wir durch Brillengläser schauen, und nicht die Brillengläser, so sieht auch die Seele, wenn wir durch unser Herz und durch die Augen schauen. Die Augen haben nicht die Macht zu sehen; die Augen haben nur die Macht, der Seele beim Sehen zu helfen. Sobald die Seele scheidet, können die Augen nicht mehr sehen. So ist das Herz selbst ein Teleskop, das uns hilft, alles wahrzunehmen und zu begreifen, was wir erstreben. Und doch erkennt nicht das Herz, sondern die Seele. (S. 216)”

“Ich bin zum Bersten voll mit einem neu gefundenen Gefühl für meine eigene Existenz. Starke und kraftvolle Frequenzen. Meine Seele wandert in weite, offene Felder und lang-vergessene Lande mit unbegrenzten Möglichkeiten. Ich bin noch nicht ganz so weit. Stille haltend in Vorahnung, möchte ich nicht verpassen, meine innere Stimme zu hören – sanft und tief. Mit mir sind freundliche Himmel an regnerischen Tagen und mein Leben wird wärmer.”

“Meine einst weiß geglaubte Seele hatte sich schwarz verfärbt. Je mehr ich versuchte, die Schatten darauf loszuwerden, umso weiter breiteten sie sich aus und nährten sich am Hass, der Angst und Verzweiflung in mir. Nur ein kleiner weißer Fleck hielt sich wacker und gab mir Halt, wann immer ich mich ihm zuwandte. Eli – die Person, die ich einst wie die Pest gemieden hatte, strahlte nun heller als alles andere, was mich umgab. Ein weißer kleiner Fleck auf schwarzem Untergrund. Ein einzelnes Licht, umgeben von dunkelsten Schatten.”

“Ein philosophisches Rätsel: Warum schauen bestimmte Tiere wie der Wolf uns spontan in die Augen? Wenn sie dächten, dass wir Köper seinen, die durch physische Kräfte bewegt werden, fallende Steine oder Bäume etwa, oder wenn sie überhaupt nicht dächten, dann würden sie ihren Blick ungerührt auf die ganze Oberfläche unseres Körpers richten, ohne dass sich unsere Blicke träfen. Gerade die Tatsache, dass sie uns in die Augen schauen, legt nahe, dass sie etwas wissen: Hinter unseren Augen verbirgt sich für sie ein Bewusstsein, als gäbe es dort wirklich etwas zu sehen, als hätten wir tatsächlich eine Seele, die sich in diesen Spiegeln verrät.”