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Leben Quotes

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Leben Quotes

“Als junger Mensch hatte ich das Gefühl, ein anderes, falsches Leben zu führen. Noch stärker als meine Geschwister habe ich mich gefragt, wie sehr mich Ereignisse aus meiner Kindheit und Jugend bestimmt haben, und erst spät habe ich verstanden, dass in Wahrheit nur ich selbst der Architekt meiner Existenz bin. Ich bin es, wenn ich zulasse, dass meine Vergangenheit mich beeinflusst, und ich bin es umgekehrt genauso, wenn ich mich ihr widersetzte.”

“Wenn das Leben die Summe der Entscheidungen ist, die wir treffen, [...] dann verbringen wir zu viel Zeit unseres Lebens damit, diese Entscheidungen zu bedauern. Zu viel Zeit wird mit Bedauern verschwendet. Dabei können wir die Vergangenheit nur zur Kenntnis nehmen und akzeptieren. Sie ist vorbei und vorüber. [...] Wer sagt, dass das Leben einen Sinn ergeben muss? Dass es uns Erklärungen schuldet? Vielleicht gibt es so etwas wie Gerechtigkeit nicht. Vielleicht wird es nie Frieden oder auch nur eine Erklärung geben. Doch es gibt Hoffnung [...]. Und es gibt Liebe.”

“Das echte Neue ist das was nicht alt wird, trotz der Zeit. Die Kamelie auf dem Moos des Tempels, das Violett der Berge von Kyoto, eine Tasse aus blauem Porzellan, dieses Aufblühen der reinen Schönheit inmitten vergänglicher Leidenschaften, ist es nicht das, wonach wir alle streben? Und was wir, die Zivilisation des Westens, nicht zu erreichen vermögen? Die Betrachtung der Ewigkeit in der Bewegung des Lebens.”

“Ich glaube, daß der Mensch sein Leben ganz in allen seinen Handlungen von Eingebungen leiten lassen kann, und ich muß jetzt glauben, daß dies das höchste Leben ist. Ich weiß, daß ich so leben könnte, wenn ich wollte, wenn ich dazu den Mut hätte. Ich habe ihn aber nicht und muß hoffen daß mich das nicht zu Tode, das heißt ewig, unglücklich machen wird.”

“Die letzte Anstrengung für diese verwandten Geister, Künstler oder Eroberer, besteht darin, sich auch von ihren Unternehmungen befreit zu wissen: zu dem Eingeständnis zu gelangen, dass das Werk selbst - sei es Eroberung, Liebe oder Kunstwerk - nicht sein muss, und so die tiefe Nutzlosigkeit allen individuellen Lebens zu vollenden. Gerade das gibt ihnen mehr Leichtigkeit bei der Verwirklichung dieses Werkes, wie die Erkenntnis der Absurdität des Lebens ihnen das Recht gab, sich mit allen Ausschweifungen hineinzustürzen.”

“Ich meine nicht, daß Denken und Entscheiden keinen Einfluß auf das Handeln hätten. Aber das Handeln vollzieht nicht einfach, was davor gedacht und entschieden wurde. Es hat seine eigene Quelle und ist auf ebenso eigenständige Weise mein Handeln, wie mein Denken ist und mein Entscheiden mein Entscheiden.”

“Der Morgen ist die Stunde des Erwachens, die bedeutungsvollste Zeit des Tages, in der wir am wenigsten schlafbedürftig sind, in der zumindest eine Stunde lang ein Teil von uns wach ist, der alle übrige Tages- und Nachtzeit schlummert. [...] Und für den, dessen elastische, lebhafte Gedanken mit der Sonne Schritt halten, ist der Tag ein immerwährender Morgen, unabhängig vom Stundenschlag, vom Tun und Gehaben der Menschen. [...] Wach sein heißt leben. [...] Wir müssen lernen, wieder zu erwachen und wach zu bleiben. Nicht auf mechanischem Wege, sondern durch ein ständiges Erwarten der Morgendämmerung, die uns auch in unserem tiefsten Schlaf nicht verläßt. Ich weiß nichts, das ermutigender wäre als die Fähigkeit des Menschen, sein Leben durch bewußtes Bemühen auf eine höhere Stufe zu bringen.”

“Das Leben geht weiter. Es ist fast so, als ob sich nichts geändert hätte, obwohl sich für uns alles geändert hat. Aber auch wir werden weitermachen und mit dem normalen Alltagsleben fortfahren. Wie die Franzosen sagen würden: C'est la vie.”

“Aber der Erzähler neigt eher zu der Auffassung, dass man dem Bösen letztlich indirekt eine starke Huldigung erweist, wenn man die guten Taten zu wichtig nimmt: Damit deutet man nämlich an, dass diese guten Taten nur deshalb einen so großen Wert haben, weil sie selten sind, und dass Bosheit und Gleichgültigkeit ein sehr viel häufigerer Antrieb des menschlichen Handelns sind. Diese Ansicht teilt der Erzähler nicht. Das Böse in der Welt geht fast immer von Unwissenheit aus, und der gute Wille kann ebenso viel Schaden anrichten wie die Bosheit, wenn er nicht aufgeklärt ist. Die Menschen sind eher gut als böse, und eigentlich geht es gar nicht um diese Frage. Aber sie sind mehr oder weniger unwissend, und das nennt man dann Tugend oder Laster, wobei das hoffnungsloseste Laster das der Unwissenheit ist, die alles zu wissen vermeint und sich deshalb das Recht nimmt zu töten. Die Seele des Mörders ist blind, und es gibt keine wirkliche Güte oder wahre Liebe ohne die größtmögliche Klarsichtigkeit.”