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Quote by Hazrat Inayat Khan

“Ich suchte und konnte Dich nicht finden; ich rief vom Minarett laut nach Dir; ich läutete beim Steigen und Sinken der Sonne die Tempelglocke; ich tauchte vergeblich in des Ganges heiligen Strom; ich kam enttäuscht von der Kaaba zurück; ich sah mich auf Erden nach Dir um; ich suchte nach Dir im Himmel, mein Geliebter, doch endlich habe ich Dich gefunden – als verborgene Perle in der Muschel meines Herzens.”

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Hazrat Inayat Khan

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“Es ist nicht notwendig, alle weltlichen Dinge hinter sich zu lassen und sich in die Einsamkeit zurückzuziehen. Man kann sein Geschäft oder seinen Beruf betreiben, seine Pflichten im Leben wahrnehmen, und doch gleichzeitig in sich selbst den Geist der Meisterschaft entwickeln. Der Geist der Meisterschaft gleicht einem Funken; indem man ihn fortwährend anbläst, wird er zur Glut, und aus dieser wird eine Flamme aufsteigen. Der Mensch muss sich nicht um äußere Mängel sorgen, denn tatsächlich ist alles in ihm selbst vorhanden. Wenn er sich dessen bewusst bleibt, und durch stetiges Gewahrsein den Funken der Meisterschaft entfacht, dann wird sich eines Tages diese Flamme erheben und sein Leben wird klar werden und seine Kraft wahrhaft groß. (S.48)”

“Man sollte angesichts von Schwierigkeiten und scheinbarem Ärger voller Mut und Vertrauen sein, durch die Erkenntnis, dass es eine mächtige Kraft gibt, dass eine vollendete Weisheit hinter einem steht, und dass alles gut gehen wird. Hierdurch wird ein Mensch seine begrenzte Kraft und Weisheit überwinden und fähig werden, Macht und Weisheit aus der unbegrenzten Quelle zu schöpfen, was ihn letztlich zum Erfolg führen wird. Denn selbst im Falle eines Misserfolgs wird die Erkenntnis einer vollkommenen Kraft und Weisheit, welche neben ihm wirkt, dem Menschen die Kraft geben, sein Scheitern zu ertragen und sich dem Willen Gottes zu ergeben. (S. 69)”

“Die Arbeit, welche ein/e Sufi als seine oder ihre heilige Pflicht ansieht, hat nichts mit einem bestimmten Glaubensbekenntnis zu tun und auch nichts mit einer bestimmten Religion. Es ist nur diese einfache Sache: im Rhythmus mit den Umständen des Lebens zu schwingen, und auf das Unendliche eingestimmt zu sein.”

“Vom Standpunkt des Weisen aus betrachtet, ist die menschliche Natur kindisch. Befindet man sich in einer Menschenmenge und betrachtet diese wie ein/e Zuschauer/in, wird man viele Kinder miteinander spielen sehen. Sie spielen und kämpfen, sie nehmen sich gegenseitig etwas weg, und sie ärgern sich über sehr unwichtige Dinge. (S. 119)”

“Könnten wir doch nur begreifen, dass jeder Augenblick im Leben, jeder Tag, jeder Monat und jedes Jahr ihre jeweils eigenen Segnungen haben; wenn wir bloß die Gelegenheiten des Lebens erkennen würden! Aber die größte Chance im Leben bietet das Erkennen und Verwirklichen des Lebenssinns, dessentwegen der Mensch auf die Erde gesandt wurde. Verpasst er diese Gelegenheit, dann wird er nicht zufriedengestellt werden, ob er auch Vermögen und Besitztümer angesammelt, oder sich einen großen Namen gemacht hat. Sobald der Mensch erst einmal die Augen öffnet und die Welt zu betrachten beginnt, wird er feststellen, dass die Welt weitaus mehr Möglichkeiten bietet, als er sich das je träumen ließ. Der Mensch mag arm sein, begrenzt und voller Sorgen; dennoch, er könnte alles in dieser Welt erreichen, wenn er nur wüsste wozu das Denken imstande ist. Unwissenheit hindert ihn seine Bestimmung zu erfüllen. Der Mensch sollte wissen wie er sein Denken steuert, wie er gewisse Dinge erreicht, wie er seinen Geist auf das gewünschte Objekt konzentriert. Weiß er dies nicht, dann hat er von seinem Geist keinen Gebrauch gemacht, sondern wie eine Maschine gelebt. Wüsste der Mensch Bescheid über die Macht der Gefühle, und würde er erkennen, dass diese Macht überall hinreicht und alles durchdringt, dann könnte er sich all seine Wünsche erfüllen. (p. 141)”

“Für den Menschen ist es das größte Privileg, zu einem geeigneten Instrument für Gott zu werden, und solange er dies nicht begreift, hat er den wahren Sinn seines Lebens nicht verstanden. Die ganze Tragödie im Leben der Menschen ist ihre Unkenntnis dieser Tatsache. Von dem Moment an wo ein Mensch dies versteht, lebt er das wirkliche Leben. (S. 178)”

“Wenn wir es schaffen unsere Unruhe zu bändigen und friedlich zu werden, unseren Willen dem Willen Gottes zu ergeben, dann beginnen wir die Liebe Gottes in allen Dingen zu erleben, und denken nie wieder, dass Gott etwas anders als Liebe sein könnte. Deshalb denken die Sufis an Gott nicht immer als Schöpfer, König oder Richter; sondern sie sehen in Gott den Geliebten, die Geliebte, den Liebenden, die Liebende, und die Liebe selbst. (S. 183)”