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Quote by Hazrat Inayat Khan

Work

Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt

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Author

Hazrat Inayat Khan

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“Die Arbeit, welche ein/e Sufi als seine oder ihre heilige Pflicht ansieht, hat nichts mit einem bestimmten Glaubensbekenntnis zu tun und auch nichts mit einer bestimmten Religion. Es ist nur diese einfache Sache: im Rhythmus mit den Umständen des Lebens zu schwingen, und auf das Unendliche eingestimmt zu sein.”

“Vom Standpunkt des Weisen aus betrachtet, ist die menschliche Natur kindisch. Befindet man sich in einer Menschenmenge und betrachtet diese wie ein/e Zuschauer/in, wird man viele Kinder miteinander spielen sehen. Sie spielen und kämpfen, sie nehmen sich gegenseitig etwas weg, und sie ärgern sich über sehr unwichtige Dinge. (S. 119)”

“Könnten wir doch nur begreifen, dass jeder Augenblick im Leben, jeder Tag, jeder Monat und jedes Jahr ihre jeweils eigenen Segnungen haben; wenn wir bloß die Gelegenheiten des Lebens erkennen würden! Aber die größte Chance im Leben bietet das Erkennen und Verwirklichen des Lebenssinns, dessentwegen der Mensch auf die Erde gesandt wurde. Verpasst er diese Gelegenheit, dann wird er nicht zufriedengestellt werden, ob er auch Vermögen und Besitztümer angesammelt, oder sich einen großen Namen gemacht hat. Sobald der Mensch erst einmal die Augen öffnet und die Welt zu betrachten beginnt, wird er feststellen, dass die Welt weitaus mehr Möglichkeiten bietet, als er sich das je träumen ließ. Der Mensch mag arm sein, begrenzt und voller Sorgen; dennoch, er könnte alles in dieser Welt erreichen, wenn er nur wüsste wozu das Denken imstande ist. Unwissenheit hindert ihn seine Bestimmung zu erfüllen. Der Mensch sollte wissen wie er sein Denken steuert, wie er gewisse Dinge erreicht, wie er seinen Geist auf das gewünschte Objekt konzentriert. Weiß er dies nicht, dann hat er von seinem Geist keinen Gebrauch gemacht, sondern wie eine Maschine gelebt. Wüsste der Mensch Bescheid über die Macht der Gefühle, und würde er erkennen, dass diese Macht überall hinreicht und alles durchdringt, dann könnte er sich all seine Wünsche erfüllen. (p. 141)”

“Für den Menschen ist es das größte Privileg, zu einem geeigneten Instrument für Gott zu werden, und solange er dies nicht begreift, hat er den wahren Sinn seines Lebens nicht verstanden. Die ganze Tragödie im Leben der Menschen ist ihre Unkenntnis dieser Tatsache. Von dem Moment an wo ein Mensch dies versteht, lebt er das wirkliche Leben. (S. 178)”

“Wenn wir es schaffen unsere Unruhe zu bändigen und friedlich zu werden, unseren Willen dem Willen Gottes zu ergeben, dann beginnen wir die Liebe Gottes in allen Dingen zu erleben, und denken nie wieder, dass Gott etwas anders als Liebe sein könnte. Deshalb denken die Sufis an Gott nicht immer als Schöpfer, König oder Richter; sondern sie sehen in Gott den Geliebten, die Geliebte, den Liebenden, die Liebende, und die Liebe selbst. (S. 183)”

“Omar Khayyam sagte, „der Himmel ist die Vision der erfüllten Wünsche; die Hölle ist der Schatten einer Seele in Flammen.“ Die Erfüllung der Wünsche, mögen sie klein sein oder groß, ist der erste Schritt zur Vollkommenheit. Die Nichterfüllung von Wünschen, seien sie hochfliegend oder niedrig, ist ein Rückschritt […] Trägt nicht das Herz das Gute und bringt unsere Wünsche hervor? Wir sehen also, dass unsere Sehnsucht Gottes Sehnsucht ist, und dass der Sinn dieser ganzen Schöpfung in der Erfüllung dieser Sehnsucht liegt. Wie das Vedanta sagt, dieses Leben ist Brahmas Traum. Die kreative Kraft bzw. Macht wünschte, was Brahma wünschte; sie erzeugte, was Er verlangte. Deshalb ist für die Sufis die erste Lektion, durch Konzentration und Meditation zu lernen: dass der eigene Wunsch in Erfüllung gehe […] die gesamte Schöpfung ist das Ergebnis eines Wunsches. Der Sinn der Schöpfung liegt daher in der Erfüllung dieses Wunsches. Dein erster Schritt zur Verwirklichung und zum Erreichen von Zielen, sowohl spiritueller als auch weltlicher Natur sollte es deshalb auch sein, entschlossen das Ziel deines Wunsches zu verfolgen.”

“Meiner Ansicht nach bedeutet Spiritualität, lebendig-sein. Ein geistiger Mensch, der zur Schönheit der Poesie erwacht ist, der für die Schönheit von Melodie und Harmonie empfänglich ist, der sich an Kunst erfreut und sich von der Schönheit der Natur begeistern lässt, der als lebendiges Wesen lebt, und nicht als ein totes, diesen Menschen kann man spirituell nennen. (S. 280)”