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Quote by Rainer Maria Rilke

“(…) und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie jetzt nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.”

Quote by Rainer Maria Rilke

Author

Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke

German poet known for his profound poetry and epistolary works. Rainer Maria Rilke's poetry style is unique, often exploring themes such as loneliness, love, and religious faith. more

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“Wir heben die Fragen auf, weil wir selbst sie nur fürchten, und aufeinmal ist es zu spät dafür. Wir wollen den Befragten in Ruhe lassen, ihn nicht zutiefst verletzen, also fragen wir nicht, weil wir uns selbst in Ruhe lassen wollen und nicht zutiefst verletzen. Wir schieben die entscheidenden Fragen hinaus, indem wir ununterbrochen nutzlose und gemeine, lächerliche Fragen stellen, und wenn wir die entscheidenden Fragen stellen, ist es zu spät. Lebenslänglich schieben wir die großen Fragen hinaus, bis sie zu einem Fragengebirge geworden sind und uns verdüstern. Aber dann ist es zu spät. Wir sollten den Mut haben (gegen die, die wir zu fragen haben, wie gegen uns selbst), sie mit Fragen zu quälen, rücksichtslos, unerbittlich, sie nicht schonen, sie nicht mit Schonung betrügen. Wir bereuen alles, das wir nicht gefragt haben, wenn der zu Fragende kein Ohr für diese Fragen mehr hat, schon tot ist. Aber selbst wenn wir alle Fragen gestellt hätten, hätten wir eine einzige Antwort? Wir akzeptieren die Antwort nicht, keine Antwort, das können wir nicht, das dürfen wir nicht, so ist unsere Gefühls- und Geistesverfassung, so ist unser lächerliches System, so ist unsere Existenz, unser Alptraum.”

“I deplored silence. I deplored stillness. I hated almost everything. I was very unhappy and angry all the time. I tried to control myself, and that only made me more awkward, unhappier, and angrier. I was like Joan of Arc, or Hamlet, but born into the wrong life—the life of a nobody, a waif, invisible. There's no better way to say it: I was not myself back then. I was someone else. I was Eileen.”