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Quote by Martina Bernsdorf

“„Nach getaner Arbeit“, murmelte Nike ungnädig. Ihrer Meinung nach überarbeitete sich der Weihnachtsmann nicht gerade, auch wenn er darauf achtete, in den Medien so dargestellt zu werden. Er lieferte nicht einmal die Geschenke aus, obwohl er dafür gefeiert wurde. In Interviews, bei denen sich der feine Herr stets mit Schlitten und Rentieren fotografieren ließ, sprach er nie darüber, dass das Ausliefern der Gaben zu den Arbeiten der Weihnachtselfen gehörte. Bei solchen Gelegenheiten wurden sie von ihm nur als seine kleinen Helferlein bezeichnet, die in den Werkstätten am Nordpol die Spielzeuge zusammenbauten, welche die braven Kinder dann zu Weihnachten unter dem Christbaum fanden. In Wahrheit hielt der Weihnachtsmann nur werbewirksam seinen Rauschebart und seine weiße Lockenpracht in die Kameras und griff die Lorbeeren ab, die eigentlich den Elfen zugestanden hätten. Nike schnaubte abfällig.”

Quote by Martina Bernsdorf

Work

Weihnachtselfen küssen gut

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Author

Martina Bernsdorf

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“die sonne brach durch die wolkendecke, etwa vier bis fünf kilometer entfernt. auf den feldern nur wintergemüse. stillgelegte erde. ruhendes land. es lag kein schnee, nicht einmal in den tieferen narben des landes, bei den kleinen bächen zwischen den feldern. bis zum horizont immer wieder windräder, die gegen den himmel eine nichtstatische, lebendige struktur bildeten. es mussten hunderte sein, die alleine von diesem punkt aus sichtbar wurden. der weitere weg durch diese landschaft, die von einem schwachen regen durchfeuchtet wurde, völlig stetig und unbehelligt, führte an diese großen räder heran. langsam drehten sich die flügel, einige etwas schneller – manche standen auch ganz still. die sonne ist verschwunden hinter der wolkendecke, die kräftigen farbtöne vom landstrich am horizont mit ihr. neben dem weg zieht der blick in ein kleines wäldchen. wasser, baumruinen. um den weiher gebäude für wildtiere. es findet sich auch ein fanggitter für füchse, wo fleisch als köder locken soll. ein haufen rüben. etliche rohre aus beton, bauteile für einen abfluss. über all dem dreht sich eine windturbine und rhythmisiert die stille mit ihrem geräusch, das an fliegende schwäne erinnert, nur eben viel langsamer. an diesem ort fände man obdach, wenn der regen stärker werden sollte; aber die landschaft zieht mich weiter, heute bleibe ich hier nicht länger. der weg zwischen den feldern nimmt mich wieder auf. ich sträube mich nicht.”