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Gopal Norbert Klein Quotes

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Famous Gopal Norbert Klein Quotes

“Ich spreche tatsächlich vom "normalen" Beziehungsalltag in dieser Gesellschaft, der geprägt ist durch Abwehr von wirklichem, tiefem Austausch. Wie schon im Abschnitt zum Schocktrauma benannt wurde, geschieht dies durch Besänftigen/Manipulieren, Angreifen, Distanzieren oder Totstellen/Betäuben. Das sieht dann zum Beispiel so aus, das die Partner miteinander streiten. Sie greifen sich gegenseitig an, nicht wegen äußerer Diskrepanzen, sondern weil sie sich unbewusst als Bedrohung wahrnehmen. Das ist natürlich kein Austausch, keine Beziehung, kein Kontakt. Denn beide teilen einander nicht mit, was in ihnen wirklich vorgeht. Sie sagen dem jeweils anderen nicht, wie sie sich fühlen, was sie für Bedürfnisse haben, sondern sie führen einen Krieg gegen den anderen. Dann geht es darum wer recht hat, wer den mentalen Kampf gewinnt und somit "überlebt". In anderen Fällen wird der Partner nicht angegriffen, sonder man zieht sich zurück. Man entfernt sich körperlich oder sagt einfach nichts mehr und ist mit den Gedanken woanders. Die Fluchtreaktion. Auch hier wird nichts von dem mitgeteilt, was im eigenen Inneren gerade wirklich los ist. Auch das Erstarren gibt es in Beziehungen, dann "tötet" sich ein Partner regelrecht innerhalb ab, geht weder streitend auf den anderen los noch versucht er, sich zurückzuziehen. Er ist einfach starr, wie nicht vorhanden. Oft werden dafür Substanzen zur Selbstbetäubung als Hilfsmittel genutzt. Auch das ist natürlich absolut fern davon, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen. Eine vierte Variante ist das, was im Englischen als Fawn-Response bezeichnet wird. Übersetzt könnte man es Rehkitz-Reaktion nennen. Es handelt sich dabei um ein Muster, bei dem der Mensch durch besänftigendes, kindliches, symbiotisch unterwerfendes und manipulatives Verhalten Distanz herstellt.”

“In Beziehungen geht es immer auch darum, die Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden, die für beide Partner passt. Beziehung ist ein Tanz zwischen Distanzierung und ehrlichem Austausch. Je mehr Nähe entsteht, desto mehr an unverarbeiteten und schwierigen Emotionen tritt zutage. Je mehr an alten Emotionen wir aber integrieren können, desto geringer wird die Notwendigkeit zur Distanzherstellung.”

“Es ist für die Heilung nicht relevant, was wir früher erlebt haben. Wir müssen auch nicht versuchen, uns daran zu erinnern, Das, worunter wir leiden, erschaffen wir uns tagtäglich, in jedem Moment neu. Es handelt sich dabei um einen unbewussten Mechanismus, mit dem wir ständig Distanz zu anderen Menschen, aber vor allem auch zu uns selbst herstellen, indem wir unbewusst glauben, dass von jemandem, der uns nahekommt, grundsätzlich eine Gefahr ausgeht.”

“In der Kindheit haben wir intensiv erlebt, dass der Kontakt zu unseren Eltern oft eine Gefahr darstellt. Wenn wir unsere dadurch entstandenen Schutzmechanismen nicht gelöst haben, sehen wir andere auch weiterhin als Bedrohung an. Dann sagen - und meinen - wir vielleicht, dass wir unseren Mann oder unsere Frau lieben, umbewusst aber kämpfen wir in der Beziehung um unser Überleben.”