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Quote by Robert Kisch

“Ja ... Das ist das Schlimme. ich will das System wahrscheinlich gar nicht ändern. Ich will nur selber noch gerade durchrutschen. Ich will nur wieder einen richtigen Job - und dann für den Rest meines Lebens die Klappe halten...”

Quote by Robert Kisch

Work

Möbelhaus - Ein Tatsachenroman

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Author

Robert Kisch

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“Es stellen sich demnach die Fragen, wo die Grenzen wa-rum gezogen werden, wodurch die Mitgliedschaft im patriarchalen, weiß-dominierten Kapitalismus attraktiv wird und auf welche Weise die Begrenztheit und Perspektivität angenommen, kritisch reflektiert oder ignoriert werden.”

“So herrscht auch im universitären Kontext der Mythos, akademische Leistung entstehe durch Konkurrenz; das heißt durch die Trennung von der eigenen Ganzheit und von anderen Menschen. Hier kann ein erstes Mal die scheinbar innere Pflicht eines Menschen gelesen werden, innere Anteile aus dem Leben auszuschließen, um gesellschaftlichen Wert zu erhalten.”

“In unserer Zeit gibt es eine Vielzahl von technologischen Möglichkeiten, den Körper in eine gesellschaftlich ideale Form zu bringen, wenn die Technologien auf die patriar-chalen Ziele des Kapitals ausgerichtet werden.”

“Dies führt zu der Frage, welcher Pol gewählt wird: Freiheit oder Bindung? Es könnte auf den ersten Blick schei-nen, dass der Pol der Freiheit gewählt wird. Wird der Bindungsbegriff als der Wunsch, Teil des Systems zu bleiben, interpretiert und mit Hans Gedanken der Instrumentalisierung der Freiheit für die Fortpflanzung des Kapitals ver-knüpft, so scheint die Wahl unbewusst auf die Abhängigkeit zu fallen ¬– damit wird die Integrität und Selbstentfal-tung (aber nicht die idealkonforme Ich-Entfaltung) aufge-geben.”

“Während ich das schreibe, läßt nebenan im Werbefernsehen das Kapital seine heiligen Kühe steuerbegünstigt aufmarschieren, denen durch revolutionäre Gewalt versagt ist, am eigenen Leib zu erfahren, daß die Endlösung des Konsumproblems für den Kapitalismus im Ernstfall immer die Wegrationalisierung der Konsumenten ist; und man muß weder Kommunist noch Mitglied des Club of Rome sein, um zu prophezeihen, daß auch diese Gespenster ihrer natürlichen Bestimmung nicht entgehen werden.”

“Tatsächlich macht uns das Konzept des Kapitalismus, mit dem wir momentan leben, das Umdenken mehr als schwer. Fast schon im Sekundentakt wird uns von allen Seiten ins Unterbewusstsein geflüstert, nicht genug zu sein, denn nur so sind wir auch brave Käufer. Wenn du mir nicht glaubst, dann beobachte doch mal einen Tag lang ganz aufmerksam, was du auf Werbeplakaten, im Fernsehen, in der Zeitung, auf Social Media, im Radio und Co. erzählt bekommst. Fühlst du dich, nachdem du Zeit auf deinem Handy verbracht hast, besser oder schlechter? Hast du möglicherweise sogar das Bedürfnis, etwas zu kaufen, damit dieses Gefühl wieder besser wird?”