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Goethe Biography

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“When I read aloud to a person, is it not the same as if I was telling him something by word of mouth? The written, the printed word, is in the place of my own thoughts, of my own heart. If a window were broken into my brain or into my heart, and if the man to whom I am counting out my thoughts, or delivering my sentiments, one by one, knew already beforehand exactly what was to come out of me, should I take the trouble to put them into words? When anybody looks over my book, I always feel as if I were being torn in two.”

“These children, who are our equals, whom we ought to consider as our models, we treat them as though they were our subjects. They are allowed no will of their own. And have we, then, none ourselves? Whence comes our exclusive right? Is it because we are older and more experienced? Great God! from the height of thy heaven thou beholdest great children and little children, and no others; and thy Son has long since declared which afford thee greatest pleasure. But they believe in him, and hear him not,—that, too, is an old story; and they train their children after their own image, etc.”

“Kennst du das Land, wo die Zitronen blüh'n, Im dunkeln Laub die Goldorangen glüh'n, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht, Dahin! Dahin Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter, zieh'n. Kennst du das Haus? Auf Säulen ruht sein Dach, Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach, Und Marmorbilder stehn und seh'n mich an: Was hat man dir, du armes Kind, getan? Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Beschützer, zieh'n. Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg? Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg; In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut; Es stürzt der Fels und über ihn die Flut. Kennst du ihn wohl? Dahin! Dahin Geht unser Weg! o Vater, laß uns zieh'n!”

“Selbst gegen die Bildnisse habe ich eine Art von Abneigung; denn sie scheinen mir immer einen stillen Vorwurf zu machen; sie deuten auf etwas Entferntes, Abgeschiedenes und erinnern mich, wie schwer es sei, die Gegenwart recht zu ehren. Gedenkt man, wieviel Menschen man gesehen, gekannt, und gesteht sich, wie wenig wir ihnen, wie wenig sie uns gewesen, wie wird uns da zumute! Wir begegnen dem Geistreichen, ohne uns mit ihm zu unterhalten, dem Gelehrten, ohne von ihm zu lernen, dem Gereisten, ohne uns zu unterrichten, dem Liebevollen, ohne ihm etwas Angenehmes zu erzeigen. Und leider ereignet sich dies nicht bloß mit den Vorübergehenden. Gesellschaften und Familien betragen sich so gegen ihre liebsten Glieder, Städte gegen ihre würdigsten Bürger, Völker gegen ihre trefflichsten Fürsten, Nationen gegen ihre vorzüglichsten Menschen.”