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Melanie Nova Quotes

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Famous Melanie Nova Quotes

“Joes Stuhl knarzte, als er ebenfalls aufstand. Sie hörte das leise Klingeln der Sporenrädchen, während er ihr zur Kommode folgte. Im nächsten Moment waberte Tabakqualm in weißen nebligen Schwaden um sie herum, als ein Schwall Rauch sie traf. Joe trat so dicht neben sie, dass ihre Arme sich fast berührten. Ein Schauer rieselte ihr unvermittelt den Rücken hinunter. Sie fühlte seinen Blick auf sich, während sie sich aus der Karaffe von dem Whiskey eingoss.”

“Joe bedachte sie mit einem letzten finsteren Blick und wandte sich ab, dabei seine sporenbewehrten Fersen in die Seiten seines Pferds pressend, um es wieder anzutreiben. Doch im nächsten Augenblick riss er in erschrockener Hast die Zügel zurück und hob die Hand zum Zeichen, dass Katherine ebenfalls anhalten sollte. Sein Gesicht verriet Alarmbereitschaft. Irritiert folgte sie seinem Blick. Auf einer nahen Anhöhe sah sie sieben indianische Krieger zu Pferd, die sie aufmerksam beobachteten. Ein entsetztes Keuchen entfloh ihrer Kehle. Eilig zügelte sie den Rotfuchs und spürte, wie Panik sie ergriff. Woher waren sie so überraschend gekommen? Noch vor einer Minute waren sie nicht da gewesen! Mit unerschütterlicher Gelassenheit verharrten die Krieger nebeneinander auf dem Kamm des Hügels, hoheitsvoll, einschüchternd und furchterregend, während der unablässige Wind in ihrem langen Haar und den vielen Federn wühlte. Nicht einmal ihre Ponys schienen sich zu rühren. »Arapaho«, raunte Joe ihr zu, ohne den Blick von den Indianern zu wenden.”

“Der vernichtende Blick, den er ihr als Antwort zuwarf, besagte nur zu deutlich, dass er alles andere als einverstanden war. »Einen Scheiß werd’ ich«, grollte er unwirsch. In Anbetracht seines hitzigen Temperaments hatte Katherine nichts anderes erwartet. Dennoch verspürte sie Enttäuschung. Nun gut, wenn er es so haben wollte. Sie räusperte sich erneut, lauter diesmal, und sah ihn streng an. »Dann, Mr Buchanan, lassen Sie mir keine andere Wahl, als Sie zu entlassen.« Er beugte sich weiter vor. Seine Augen wurden zu Schlitzen. »Nein, Sie verschwinden von hier, gottverdammt! Nehmen Sie Ihre verfluchte Ostküsten-Arroganz und Ihr affektiertes Getue und kehren Sie dorthin zurück, woher Sie gekommen sind! Hier ist, verdammt nochmal, kein Platz für eine wie Sie!« Seine unverblümten Worte ließen Katherine den Atem stocken. »Sie vergessen sich, Mr Buchanan«, wies sie ihn zurecht. »Und Sie vergessen, wem diese Ranch gehört. Ich werde Ihr respektloses Gebaren mir gegenüber nicht länger hinnehmen. Darum werden Sie heute noch Ihre Sachen packen und die Ranch verlassen!« Er biss die Zähne so fest aufeinander, dass seine Kiefermuskeln deutlich unter der Haut hervortraten. Einen Augenblick lang starrte er sie voller Wut an, dann stieß er sich unvermittelt von der Tischoberfläche ab und kam um den Tisch herum. Seine Sporenrädchen klirrten alarmierend. Er wirkte wie ein Panther, der zum todbringenden Sprung ansetzt.”

“Der aufgeregte Ausruf lenkte die Aufmerksamkeit aller jäh auf Elam, Mrs Langstons Sohn, der auf einen dunklen Punkt in der Nähe eines entfernten Hügelkamms deutete. Ein Reiter war dort von den Rauchwolken ausgespuckt worden und jagte, den Oberkörper tief über den Hals seines grauen Pferdes gebeugt, in halsbrecherischem Tempo auf die Ranch zu. Katherine verspürte ein mulmiges Flattern in der Magengegend. Angst erfasste sie. Brachte er schlechte Neuigkeiten? Waren ihre Männer und die Rinderherde etwa dem Feuer zum Opfer gefallen? »Das is’ Danny!« Grouch hatte die Augen mit der Hand beschattet, um den Reiter besser erkennen zu können. Katherines Herz setzte einen Schlag aus. Ohne nachzudenken, sprang sie von der Veranda und lief ihrem Stiefbruder mit gerafften Röcken entgegen. Ihre Beine schienen sich wie von selbst zu bewegen. Das trockene Gras knisterte unter ihren Stiefeln, während sie an Beifußsträuchern und Feigenkakteen vorbeirannte; mit jedem Tritt wirbelten ihre Absätze kleine Staubfontänen auf. Schweiß rann ihr den Rücken hinunter, ihre Rippen schmerzten unter dem geschnürten Korsett. Die Hitze ließ die Luft flirren. Sie hörte, wie Willie, der sich offensichtlich an ihre Fersen geheftet hatte, Dannys Namen rief, doch sie hielt ihn nicht davon ab, ihr zu folgen. Einige Minuten vergingen, während sie keuchend über die Grasebene hetzte, dann hatte Danny sie erreicht und brachte sein Pferd schlitternd vor ihr zum Stehen. Mit einer hastigen Bewegung riss er sich das Halstuch vom Gesicht, das von Schweiß und Ruß dunkel verschmiert war. »Habt ihr den Verstand verloren?«, fuhr er sie an, während er seinen nervösen, schweißbedeckten Wallach zu zügeln versuchte. »Habt ihr den ganzen Rauch nicht gesehen? Ihr müsst so schnell wie möglich fort von hier, verdammt!« Katherine rang mühsam nach Atem, nicht in der Lage, ihm zu antworten. Wegen der drückenden Hitze und des engen Korsetts war ihr ganz schwindelig. Hektisch sprang Danny aus dem Sattel und streckte Willie die Zügel hin. »Los, rauf mit dir und sag den anderen, sie sollen sich beeilen!«, befahl er dem Jungen. Ohne Umschweife hob er Willie in den Sattel und gab dem Wallach einen kräftigen Klaps auf die Hinterhand. Augenblicklich preschte der Schimmel los. »W–Was ist mit den Männern und der Herde?«, brachte Katherine keuchend hervor. Ihr Puls raste so sehr in ihrer Brust, dass es wehtat. »Sorg dich lieber um dich selbst, Mädel!« Danny packte sie am Arm und zog sie grob mit sich, als er sich in Richtung Ranch in Bewegung setzte. »Du musst mit den anderen schnellstmöglich zum Fort. Starke Windböen heizen das Feuer an, so dass es sich rasch ausbreitet. Ich weiß nicht, ob die Brandschneise es aufhalten wird.«”