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Quote by Kari Gregg

Work

An Unauthorized Field Guide to the Hunt

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Author

Kari Gregg

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“Zacharias blickte in das Gesicht eines schlecht gelaunten Mannes, der ihn finster anstarrte. Eines nicht-menschlichen Mannes. Zacharias zuckte zusammen und schluckte. Das war in der Tat eine Überraschung. Dr. da Silva hatte nicht erwähnt, dass es sich bei Iani um einen Magischen handelte, und Zacharias hatte es trotz der Wohngegend nicht erwartet. Unwillkürlich wanderte Zacharias’ Blick an den bronzefarbenen Armen hinunter zu den geröteten Handgelenken. Ihn überkam Erleichterung und im nächsten Moment Scham, als er die Eisenfesseln mit den magischen Siegeln, die den Magischen den Gebrauch ihrer Magie nur in speziellen Hochsicherheitsgebieten gestatteten, bemerkte. Die Haut wirkte zwar gesünder als der blasse Teint des Orakels, aber die Gelenke waren verschorft und wund, als würden die Fesseln scheuern, obwohl sie nicht zu eng wirkten, oder als würde der bloße Kontakt mit dem Eisen ihn verletzen. »Genug gestarrt, Mensch?«”

“»Geben Sie mir Ihre Hand.« Zacharias streckte ihm seine Rechte entgegen und Iani ergriff sie. In diesem Moment durchzuckte ein Stromschlag seinen Körper, nicht schmerzhaft, aber Zacharias fühlte, wie sein Körper bis in die letzte Pore kribbelte. Was beim vermaledeiten Chaos war das? Was war eben geschehen? »War das etwa ein magisch bindender Vertrag?«, keuchte Zacharias entsetzt. Oh, wie hatte er nur so leichtsinnig sein können? Iani zeigte beim Lächeln die Zähne. »Gibt es andere Verträge?«”

“»Ich kann kein Siegel sehen.« »Siegel, pah! Als könnte man die Magie in Ketten legen! Magie benötigt keine Siegel! Im Gegenteil, es ist sogar gefährlich, sie in eine bestimmte Form zu pressen, weil sie sich dann anstauen und explodieren oder andere schlimme Dinge verursachen kann. Was denken Sie, warum haben Sie solche Schmerzen, wenn Sie längere Zeit nicht aktiv bemüht sind, Ihre Prophezeiung zu erfüllen? Nicht wegen der Schicksalsmagie, sondern wegen des Siegels auf Ihrer Stirn! Früher gab es kein Questen-Zeichen und keine Questen-Häuser – der Blödsinn ist von euch Menschen eingeführt worden.« Zacharias lauschte Ianis Erklärung mit einem mulmigen Gefühl. Allmählich begann er zu begreifen, wie anders die Magischen dachten und warum die Ordnungshüter sie als Rebellen betrachteten, wenn sie ihre Meinung äußerten.”

“Er wandte sich um, überlegte, wie sie am besten zur Kanzlei des Notars kamen, und marschierte los. Nur dass er nach ein paar Minuten bemerkte, dass Iani nichts vom perfekten Gleichschritt hielt. Er bummelte, schritt dann wieder groß aus, um im nächsten Augenblick für ein paar Sekunden innezuhalten, er tastete sich an einigen Stellen beinahe zaghaft voran, als wäre der Untergrund uneben und er könnte jeden Moment ausrutschen. Dann wieder ging er hüpfend den Gehweg entlang. Der Anblick ließ das Blut in Zacharias’ Schädel pochen und wenn er nicht Ianis Hilfe so dringend benötigt hätte, hätte er ihn längst aufgefordert, seine Sperenzchen zu unterlassen.”

“Sie schwiegen, während Zacharias zum Questen-Haus ging und Iani ihm folgte, ohne Fragen zu stellen oder das Erfahrene zu kommentieren. Zacharias hing seinen Gedanken nach, bis er irgendwann bemerkte, dass Iani neben ihm die ganze Zeit hüpfte und lächelte. »Worüber freuen Sie sich so?« »Sie sind ein Questen-Kind. Ein Prophezeiungskind, wie wir sagen würden.« »Und das ist etwas Gutes?« »Oh ja! Sie wurden auserwählt.« Zacharias runzelte die Stirn. Natürlich wurde er das. Immerhin hatte er vom Orakel eine Prophezeiung bekommen und trug dessen Zeichen auf seiner Stirn. Das war nichts Neues. Doch irgendwie hatte er den Eindruck, dass Iani etwas ganz anderes meinte. Und als er nachhakte, verweigerte der Gelehrte ihm zum ersten Mal die Antwort.”