Quotessence
Home / Quotes / Quote by Hartmann von Aue

Quote by Hartmann von Aue

“verligen-Szene Êrec was biderbe unde guot, ritterlîche stuont sîn muot ê er wîp genaeme und hin heim kaeme: nû sô er heim komen ist, dô kêrte er allen sînen list an vrouwen Ênîten minne. sich vlizzen sîne sinne wie er alle sîne sache wante zuo gemache. sîn site er wandeln began. als er nie würde der man, alsô vertreip er den tac. des morgens er nider lac, daz er sîn wîp trûte unz daz man messe lûte. sô stuonden si ûf gelîche vil unmüezeclîche. ze handen si sich viengen, zer kappeln si giengen: dâ was ir tweln alsô lanc unz daz man messe gesanc. diz was sîn meistiu arbeit: sô was der imbîz bereit. swie schiere man die tische ûf zôch, mit sînem wîbe er dô vlôch ze bette von den liuten. dâ huop sich aber triuten. von danne enkam er aber nie unz er ze naht ze tische gie. (Erec war rechtschaffen und gut, sein Geist war ritterlich gewesen, bevor er eine Frau genommen hatte und nach Hause zurückgekehrt war. Nachdem er jetzt zu Hause ist, wendete er alle seine Gedanken an die Liebe Enites. Sein Verstand richtete sich nur darauf, wie er alles zu seiner Bequemlichkeit einrichten könne. Er änderte seine Gewohnheiten. Als sei er nie ein Mann geworden, so vertrieb er den Tag. Morgens legte er sich nieder, um seine Frau zu lieben, bis man zur Messe läutete. Dann standen sie beide eilig auf. Sie nahmen sich bei der Hand und gingen zur Kapelle; dort blieben sie gerade so lange wie man die Messe sang. Das war seine größte Mühe; dann war schon das Essen fertig. Sobald man die Tische hochgezogen hatte, eilte er mit seiner Frau von den Leuten weg ins Bett. Da ging die Liebe von neuem an. Von dort kam er nicht mehr weg, bis er zum Abendessen ging.)”

Quote by Hartmann von Aue

Book:Erec

Work

Erec

Browse quotes and source details for this work. more

Author

Hartmann von Aue

Browse famous quotes and profile details for Hartmann von Aue. more

You May Also Like

“Sein Gesicht war so perfekt, so rein und makellos, als wäre es gemalt, erschaffen von einem begnadeten Künstler, der nie an etwas anderes gedacht hatte als an ihn. Ich betrachtete seine Lippen und zeichnete sie in Gedanken nach. Sie waren geschwungen wie die Kurven eines Herzens, wild und natürlich, so wenig künstlich wie die brechenden Wellen auf seiner Haut oder mein Lächeln auf seinem Herzen.”

“The furious energy with which Benjamin cast about for publishing venues was underlain by an equally ambitious reading program. Several books had a profound effect on him, and some were surprises - foremost among them Thomas Mann's 1924 epic, The Magic Mountain. [...] It was not only the sweeping and intimate portrayal of the key intellectual currents of the early twentieth century that Benjamin found compelling; it was also, his letter suggests, the perception that Thomas Mann had moved beyond the Nietzschean conservatism of his early years toward a new and more dialectical, if still pessimistic and mythically charged, Dionysian humanism (something epitomized in the protagonist's divagations in the chapter 'Snow').”

“That particular fear has the texture you can neither forget nor describe. It is like the fear of the victims of an earthquake, of people who have lost faith in the stillness of the earth. And yet it is not the same. It is without analogy for it is not comparable to the fear of nature, which is the most universal of human fears, nor to the fear of violence of the state, which is the commonest of modern fears. It is the fear that comes from the knowledge that normalcy is utterly contingent, that spaces that surround one, the streets that one inhabits, can become, suddenly and without warning, as hostile as a desert in a flash flood. It is this that sets apart the thousand million people who inhabit the subcontinent from the rest of the world - not language, not food, not music - it is the special quality of loneliness that grows out of the fear of the war between oneself and one's image in the mirror.”