“Ja, verdammt, sie leidet darunter, dass es mir einfach nicht mehr so schlecht geht wie ihr. Nicht mehr schlecht genug, um mich bei ihr auszuweinen. Unsere Freundschaft ist einseitig geworden: Früher hatten wir gemeinsame Themen, gemeinsame Ärgernisse, gemeinsame Feinde – zum Beispiel Männer und ihre Makel. Das war ergiebig, da hatten wir uns Bände zu erzählen, da konnten wir aus dem Vollen schöpfen. Seit Bernhard ist das anders geworden. Ich kann beim besten Willen nichts Schlechtes über ihn sagen. Es hat keinen Sinn, mich künstlich über Lappalien aufzuregen, nur um Mia ein Gefühl der Solidarität vorzutäuschen. Wir befinden uns eben in grundverschiedenen Lebenssituationen. Das ist das Problem zwischen Mia und mir”
“Es war seltsam, ich hatte das Gefühl, dass wir Freunde waren. Ich meine, nicht wirklich, aber so was in der Art. Inzwischen habe ich das Wort gefunden, das mir fehlte: Vertraute.”
Source: Das Labyrinth der Wörter
“Das war unsere Bank, Marguerittes und meine, Punkt. Am komischsten war, dass ich tatsächlich auf sie wartete, auf meine kleine Tauben-Oma. Und als ich sie ganz am Ende der Allee auftauchen sah, auf ihren mageren Beinchen, mit ihrem geblümten Kleid, ihrer grauen Strickjacke und ihrer Tasche am Arm, ist mir ganz warm ums Herz geworden. Genau wie bei einem fünfzehnjährigen Bengel und seiner Flamme.
Naja, nicht genau so. Aber Sie verstehen schon.
Sie hat mir mit den Fingerspitzen zugewinkt, da musste ich fast lachen. Wenn ich beschreiben müsste, was da zwischen uns ist, würde ich sagen: gute Laune, von Anfang an. Wir haben uns miteinander sofort wohlgefühlt. Glücklich.”
Source: Das Labyrinth der Wörter
“Am Anfang fand ich Margueritte witzig. Auch irgendwie lehrreich, in Bezug auf unsere Gespräche. Und Stück für Stück habe ich sie dann lieb gewonnen, sozusagen schleichend.
Zuneigung ist etwas, das im Verborgenen wächst. Sie schlägt einfach Wurzeln und wuchert dann schlimmer als Quecken. Wenn es erstmal so weit ist, ist alles zu spät: Das Herz kann man schließlich nicht mit Unkrautfrei behandeln, um Zärtlichkeit darin auszurotten.”
Source: Das Labyrinth der Wörter
“Die gelbe Welt. Das ist ein warmer Ort, an dem Küsse zehn Minuten dauern, Unbekannte deine engsten Verbündeten werden, Körperkontakt keine sexuelle konnotation haben muss und Zuneigung etwas so Alltägliches ist wie der Gang zum Bäcker.”
“Ja, er ist ein guter Mensch, auch wenn er diese Seite vor anderen versteckt. Für mich ist er aber noch viel mehr als das. Er ist derjenige, der mich fand, kurz bevor ich aufgeben wollte. Derjenige, der mir dabei hilft, irgendwann ein entspannteres Leben zu führen, weit weg von Ängsten, Albträumen und dem Glauben, nichts ändern zu können. Und dafür bin ich ihm unglaublich dankbar.”
Source: Aus Asche und Nacht
“Da war keine Linie mehr, die uns trennte, keine Mauern mehr, die es zu überwinden galt. Wir waren weder Schwarz noch Weiß – ein perfektes Gemisch aus Yin und Yang, zwei Seiten einer Münze, wobei die eine nicht ohne die jeweils andere sein konnte.”
Source: Schattenmale
“„Ab und an können die Menschen uns überraschen und statt eine Schwäche zu sein, werden sie zur größten Stärke.”
Source: Permale: Der Sog des Wassers (Permalregen-Trilogie 1)
“Freundschaften entstehen, wie so vieles aus Entscheidungen. Manchmal muss man es einfach nur wagen.”
Source: Permale: Der Sog des Wassers (Permalregen-Trilogie 1)
“Aber der Gedanke, mit meinem besten Freund ins Land der zerplatzten Träume zu gehen, um Träume zu jagen, auch wenn es nur ein weiteres Luftschloss ist, ist wie der Ruf einer Sirene.”
Source: Scherben einer zerbrochenen Seele