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Quote by William Faulkner

“Es gab einmal – Merken Sie, wie sich, von der Sonne an dieser Wand hervorgepresst, der Duft der Glyzinie herauslöst und (vom Licht ungehindert) wie in einer heimlichen Weiterleitung von Teilchen zu Teilchen der Myriaden von Elementen der Dunkelheit dieses Zimmer durchdringt? Das ist die Substanz der Erinnerung – Gefühl, Gesicht, Geruch: die Muskeln, mit denen wir sehen, hören und fühlen – nicht Bewusstsein, nicht Denken: So etwas wie Gedächtnis gibt es nicht: Das Gehirn entsinnt sich nur dessen, wonach die Muskeln greifen: nicht mehr, nicht weniger: Und was dabei herauskommt, ist normalerweise ungenau und falsch und verdient nur die Bezeichnung Traum.”

Quote by William Faulkner

Work

Absalom, Absalom!

William Faulkner's novel delves into the psychological and moral complexities of a Southern family, with a focus on the enigmatic and tragic character of Thomas Sutpen. more

Author

William Faulkner
William Faulkner

William Faulkner, an American writer born on September 25, 1897, and died on July 6, 1962. Known for his unique narrative techniques and profound descriptions of Southern society and history, Faulkner is considered one of the great novelists of the 20th century. more

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“ERINNERUNG II Kind an der Hand wartete ich am Bahnhof auf deine Heimkehr entdeckte dich in der Menge der Menschen und winkte die kleine Straße die wir drei gingen duftete süß nach Osmanthusblüten und aus einem Haus erklang ein Lied aus dem Radio wie es dem Bahnhof und der kleinen Straße wohl geht?”

“Einen Moment lang hielt ihn das Ächzen der Schränke auf, das mitleiderregend war, ähnlich einem weinerlichen Geigenton, und zugleich boshaft, wie er es aus der Kindheit in Erinnerung hatte. Jetzt aber, als er es zum ersten Mal von so Nahem hörte, ergriff die Klage des Möbelstücks machtvoll Nathans Körper, nahm ihn in einer klebrigen Umarmung gefangen, ehe sie ihn schüttelte und losließ, er selbst aber geriet ins Wanken, klammerte sich an die Regalbretter. Der in der Kleidung eingesperrte Geruch eines weiblichen Körpers stieg ihm in die Nase, vermischt mit dem Duft bitteren Rosenöls, das Mordka sich zur Vorbeugung von Asthma-Anfällen in die Schläfen einmassiert hatte.”

“behalte den flug im gedächtnis ob schnee lag. ob uniformierte patroullierten. ob es morgen war oder abend. ob viele taschentücher aufgebraucht wurden. ob ich müde war. ob über- haupt jemand an der absperrung stand. ob die luft anders roch als sonst. ob die grenzer am flughafen nett waren oder bedrohlich. ob wir gefrühstückt hatten an diesem tag. ob ich ein buch im handgepäck hatte. ob ich mich von irgendjemandem verabschie- det habe. ob die sonne schien. ob ich angst hatte. ob ich einen fensterplatz oder einen am gang hatte. ob ich den berg in wahrheit überhaupt sehen konnte. ob die geschwister quengelig waren. ob wir abends irgendjemandem bescheid gegeben haben. ob ich verstand, warum die frau ständig von heimat sprach. ob ich ahnte, dass der mann nicht ahnte, dass es für immer war. ob ich vorher noch einmal durch den garten gegangen bin. ob jemand die tür hinter uns schloss. ob ich mich noch einmal umgedreht habe.”

“Erst wenn ich es geschafft haben werde, all diese abgelegten Erinnerungspäckchen wieder aufzuschnüren und auszupacken, erst wenn ich mich traue, die scheinbare Verlässlichkeit der Vergangenheit aufzugeben, sie als Chaos anzunehmen, sie als Chaos zu gestalten, sie auszuschmücken, sie zu feiern, erst wenn alle meine Toten wieder lebendig werden, vertraut, aber eben auch viel fremder, eigenständiger, als ich mir das jemals eingestanden habe, erst dann werde ich Entscheidungen reifen können, wir die Zukunft ihr ewiges Versprechen einlösen und ungewiss sein, wir sich die Linie zu einer Fläche weiten.”

“I gave myself to you sooner than I ever did to any man, I swear to you; and do you know why? Because when you saw me spitting blood you took my hand; because you wept; because you are the only human being who has ever pitied me. I am going to say a mad thing to you: I once had a little dog who looked at me with a sad look when I coughed; that is the only creature I ever loved. When he died I cried more than when my mother died. It is true that for twelve years of her life she used to beat me. Well, I loved you all at once, as much as my dog. If men knew what they can have for a tear, they would be better loved and we should be less ruinous to them. Fils, Alexandre Dumas. Camille (p. 94). Penguin Publishing Group. Kindle Edition.”