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Spencer Hill, Krieg zwischen den Welten – Das zweite Gesicht Books

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“Die wohl größte Lüge war die Antwort `Gut` auf die Frage `Wie geht es dir? ` Für manche eine Floskel, für andere eine ernst gemeinte Erkundigung. Wie sollte man auch auf solch eine simple Frage seine tiefsten Gedanken und Gefühle formulieren? Wann hast du das letzte Mal geweint und warum? Welcher Gedanke belastet dich momentan? Welches Ereignis würdest du als das Schlimmste deines Lebens betiteln und inwiefern beeinflusst es dich noch heute? Auf diese würde ich zumindest antworten.”

“Der Geist einer Person war etwas Faszinierendes. Als ob eine Person in einer Person leben würde. Als wären die beiden Nachbarn, die sich zwar verstehen, aber nicht immer einer Meinung sind. Schließlich ist das, was wir tun und das, was wir denken oftmals nicht dasselbe. Umso verzerrender ist der Gedanke, dass der Geist nicht mal in der Lage ist, sich selbst zu verstehen.”

“Für meinen Geist musste immer alles ein Ende haben. Der Tod, als Ende der Seele. Eine Markierung, als das Ende der Welt. Eine Abtrennung, als das Ende des Universums. Der letzte Satz, als das Ende meiner Aufzählung. Für meinen Geist das Gegenteil unvorstellbar. Doch genau wie meine Aufzählung wird es kein Ende geben.”

“Womöglich, weil es in der Gesellschaft selbst heute noch als Schwäche angesehen wird, anders zu sein. Ich verspürte damals eine schreckliche Last auf mir, als ich das Studium abbrach, um das zu finden, worauf ich mittlerweile gestoßen war. Es war keine Last, keine Bürde, es war das Einzige, was ich tun konnte, auch wenn es die wenigsten verstanden.”

“Meine Gedanken waren laut, zu laut. Ohnmächtig, erstickend laut. Ein Karussell voll mit meinen Problemen, gespickt mit negativen Eigenschaften, die zu verstecken sich versuchten, drehte sich schneller und schneller. Ich stemmte mich in die Erde, doch statt zu stoppen, wurde es schneller und schneller.”

“Ich wusste es. Ich spürte es, wenn der Wind meinen Körper umgarnte und dabei ein wohlig frisches Gefühl hinterließ. Ich spürte es, wenn meine Ohren, das Geräusch des Meeres vernahmen. Ich spürte es, wenn ich das Licht erblickte, wie es die endlose Wolkendecke durchbrach. Ich spürte es, wenn das kühle Nass meine Zehen in sich aufnahm. Ich spürte es, wenn meine Nase den Geruch eines jungen Frühlingsregens genoss. Ich spürte es, wenn ich den Mut besaß hinzuschauen.”