“[...] die Literatur kam auf merkwürdige Art, ganz locker und grazilen Schritts, mit roten hochhackigen Schuhen, schräg sitzender Russenmütze und beigefarbenem Trenchcoat auf ihn zu. Doch selbst so interessierte sie ihn nicht allzu sehr, bis er sie ganz bewusst mit Catherine Deneuve verwechselte, die er noch vor Kurzem mit Trenchcoat und Schirm in einem sehr regnerischen Film gesehen hatte, der in Cherbourg spielte . [...] Bedauerlich, dass seine Mutter ihn mitten in seiner Erinnerung an den Augenblick riss, als er ob einer tiefen Sinnesverwirrung glaubte, die Literatur sei Catherine Deneuve, ein Missverständnis, das zu korrigieren ihm nie mehr gelang, gerade als er sie allein und überaus lasziv in ihren roten Schuhen und völlig nackt unter ihrem Trenchcoat, mit schräg sitzender Mütze an jenem regnerischen Tag leicht bedrückt auf sich zukommen sah, dass seine Mutter ihn daran hinderte, diese Vision, die ihn immer wieder aufs Neue erregt, bis zum Ende auszukosten. [...] Niemand weiß von seiner Schwierigkeit, die Literatur von Catherine Deneuve zu trennen.”
Quote by Enrique Vila-Matas
Book:Dublinesque
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Dublinesque
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