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Gewalt Quotes

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Gewalt Quotes

“Wenn Freier Frauen kaufen, begehen sie damit nicht nur einen Gewaltakt an der individuellen Frau, sondern sie schaden damit auch Frauen, die sie selbst nie zu Gesicht bekommen werden: Sie finanzieren ein System, das auf Ausbeutung, Menschenverachtung und sexueller Gewalt basiert. Sie halten ein System aufrecht, das ohne Menschenhandel und Zuhälterei nicht existieren kann. Selbst Freier, die von sich sagen, keine Zwangsprostituierten zu besuchen, sorgen allein mit ihrem Freiersein dafür, dass eine Nachfrage bestehen bleibt und anderswo Frauen mit direkter Gewalt in die Prostitution verbracht werden. Freier finanzieren ein kriminelles Milieu, denn es gibt keine saubere Prostitution.”

“Wenn es Opfern unmöglich ist, dem, was ihnen widerfahren ist, einen Namen zu geben, dann können sie sich auch nicht als Opfer betrachten. Sie erkranken an demselben Wahnsinn, den vergewaltigte Frauen erleben, wenn ihre Viktimisation nicht anerkannt und mit Geschlechtsverkehr gleichgesetzt wird. Es ist der gleiche Wahnsinn, der misshandelte Ehefrauen erfasst, wenn man ihnen sagt, die Polizei mische sich nicht in "Ehestreitigkeiten" ein.”

“Es ist nicht unbedingt die Gewalt, die Gewalt züchtet. Es ist die Tatsache, dass sexuell gewalttätige Männer - Zuhälter, Ehemänner oder Väter -, von denen viele schon in jungen Jahren Gewalt als Mittel zur Lösung von Problemen erlernen, für ihr Verhalten noch immer Verständnis ernten. Die Hoffnungslosigkeit erwächst nicht aus einem unentrinnbaren Muster von Gewalt, in dem alle Mitglieder der Familie gefangen sind, sondern aus der gesellschaftlichen Absegnung: Die Täter werden nicht bestraft; stattdessen wird dem weiblichen Opfer die Schuld gegeben.”

“Warum tun Männer Frauen so etwas an? Zum Teil deswegen, weil sie nichts daran hindert. Normen und Sanktionen werden selten gegen die sexuelle Versklavung von Frauen angewandt. Wie das Kind, das alle Schranken, auf die es stößt, testet, bis sich ein Erwachsener einschaltet, gibt es Männer, die jeden menschlichen Wert, jeden Maßstab für menschlichen Anstand, jede Spur von Achtung vor menschlichem Leben über fast jedes Tabu hinaus mit Füßen treten.”

“Im heimlichen, verkörperten Raum befinden sich sowohl unterdrückte und ausgeschlossene Qualitäten, ein chaoti-scher Eigen-Sinn sowie Herrschaftsstrukturen – im erlebten Körper ist Eingeschriebenes und der Eigen-Sinn gleichzeitig. Dadurch, dass diese Verschmelzung unbewusst bleibt, ist sie der Schlüssel zur Aufrechterhaltung der machtvollen Strukturen.”

“Anstoß nimmt das publizistische Bewusstsein unserer Tage immer and den Bildern der Gewalt, nicht an der Verschriftlichung des Horrors; der Zensur unterliegen immer nur die filmischen Darstellungen des Grausamen, nicht die literarischen; gefährlich ist ein Text immer nur, wenn er politisch wird, Bilder dagegen brauchen nur drastisch zu sein. Man stellt ein Verbot auf. Es gibt in der gesamten Kulturgeschichte kein Beispiel dafür, dass ein Bilderverbot wirklich eine Demarkationslinie gegenüber den ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten einer Zeit hätte ziehen können.”