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Arno Gruen

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Psychologist

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“Für jene, die in das Erscheinungsbild ‚normalen’ Verhaltens hineinschlüpfen, weil sie die Spannung der Widersprüche zwischen der auferlegten Realität und ihrer inneren Welt nicht ertragen, für solche Menschen gibt es bald keine wirklichen Gefühle mehr. Stattdessen gehen sie mit Ideen von Gefühlen um, haben keine Erfahrung mehr mit ihnen. Sie präsentieren aufgesetzte Gefühle und sagen sich von ihren wahren Gefühlen los. Je ‚gesünder’ das Image der Identität, das sie angenommen haben, desto erfolgreicher werden sie diese Manipulation vollziehen können. Und es ist Manipulation, da ihr Ziel nicht der Ausdruck ihrer selbst ist, sondern den andern zu überzeugen, dass sie angemessen handeln, denken und fühlen.”

“Die Lektion des Nazitums ist nicht nur eine Geschichtslektion über Machtpolitik, Gier, Größenwahn und über das Böse, sondern sie lehrt auch, was Männer und Frauen zu tun imstande sind, wenn sie keine Beziehung zu ihrem inneren Sein haben. Dies zu erkennen könnte dazu beitragen, uns heute vor Ähnlichem zu bewahren. Denn solche Menschen sind nach wie vor überall unter uns. Statt politischen Ideologien folgen sie heute zum Beispiel den Gesetzen des geschäftlichen Erfolges.”

“Autonomy, as I see it, is a condition of integration in which the possibility of living in harmony with one's own needs and feelings is realized. What is meant here are not those feelings and needs artificially produced by the consumer society but those originating in the joy produced by a mother's love for the aliveness of her child or in the sorrow stemming from the lack of this love.”

“Development is directed toward the inner world if children receive the kind of love that enables them to experience helplessness without feeling alone. If this is the case, helplessness will not be perceived as a total abandonment or condemnation but as a state through pain and sorrow to new strength rather than to destruction. This sort of experience will produce a self that does not perceive helplessness as a deadly threat but as a possibility for new integration and new beginnings.”

“Unsere Zivilisation besteht aus Glaubens- und Überzeugungssystemen, nur Macht und Besitz gäben Sicherheit und würden deshalb mit Sicherheit gleichgesetzt. Der Erfolg für den einen bedeutet aber immer auch Misserfolg für einen anderen, weshalb ein Albtraum unser Leben brandmarkt: "Um in unserer Kultur erfolgreich zu sein, muss man lernen, von Misserfolg zu träumen." Das Ergebnis ist die ständige Angst zu versagen, unzulänglich und verletzlich zu sein. Aber dieses Gefühl muss verleugnet werden, um überhaupt Anerkennung zu bekommen. Denn, wenn wir anerkannt sein wollen, müssen wir stark und sicher erscheinen. Und so durchlaufen wir eine Metamorphose ... und verwandeln uns in Wesen, die völlig im Bann des Bedürfnisses nach Anerkennung stehen.”

“No matter how much lip service those committed to power (psychopaths) may pay to the principle of equality (empaths), they can never approach their fellow human beings on an equal footing; their relationships with others are defined solely in terms of power and weakness. Therefore, they must accumulate as much power as possible, with the aim of becoming invulnerable and proving this invulnerability.”