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A Quotes

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“Abel wanted to know all about flesh and how it responded to skin, tongue, velvet, fur, lips. His enthusiasm was contagious. I'd been a good-enough lover before, but Abel inspired my curiosity and my lust. Sex wasn't just better than I'd ever known it could be; it was more interesting. There were tools to explore, sensations to try, tastes and textures to experiment with, states of consciousness to achieve or discard.”

Author:Sara Gran

“Aber auch Glück ist anstrengend. Ich finde nichts frustrierender, als neben einer auserwählten Person zu liegen und das Bedürfnis zu haben, ihr so nah wie möglich zu sein. Man kann sich umarmen und verknoten, bis man schwarz wird, man hat immer das Gefühl, noch näher sein zu wollen. Das sogenannte "In-den-Partner-reinkriechen-Wollen". Man wird nie nahe genug sein. Oder Sehnsucht. Wie oft das Einander-Vermissen schon romantisiert, Chris-de-Burgh-isiert wurde. Sehnsucht ist fürchterlich. Wenn man vermisst, kann man sich nicht mal im Kino ablenken, weil im Film am Ende doch immer alle einander haben.”

“Aber dein Gehirn ist ein Dschungel wie jedes andere Gehirn auch. Ein wilder, gefährlicher, gnaden- und gesetzloser Urwald voller unberechenbarer Kreaturen. Pferkte Ordnung und totales Chaos, Diktatur und Anarchie, freier Wille und irrer Zwang, Fressen und Gefressenwerden - all das existiert darin. [...] jedes Gehirn ist anders verrückt. Aber auf keinen Fall ist es nur - auch nicht deins.”

“Aber der Erzähler neigt eher zu der Auffassung, dass man dem Bösen letztlich indirekt eine starke Huldigung erweist, wenn man die guten Taten zu wichtig nimmt: Damit deutet man nämlich an, dass diese guten Taten nur deshalb einen so großen Wert haben, weil sie selten sind, und dass Bosheit und Gleichgültigkeit ein sehr viel häufigerer Antrieb des menschlichen Handelns sind. Diese Ansicht teilt der Erzähler nicht. Das Böse in der Welt geht fast immer von Unwissenheit aus, und der gute Wille kann ebenso viel Schaden anrichten wie die Bosheit, wenn er nicht aufgeklärt ist. Die Menschen sind eher gut als böse, und eigentlich geht es gar nicht um diese Frage. Aber sie sind mehr oder weniger unwissend, und das nennt man dann Tugend oder Laster, wobei das hoffnungsloseste Laster das der Unwissenheit ist, die alles zu wissen vermeint und sich deshalb das Recht nimmt zu töten. Die Seele des Mörders ist blind, und es gibt keine wirkliche Güte oder wahre Liebe ohne die größtmögliche Klarsichtigkeit.”

“Aber eigentlich ist es ja gar nicht unsere Bestimmung, die Wege zu kennen. Es ist gerade unsere Bestimmung, sie nicht zu kennen. Wir kommen nicht auf die Welt, um Antworten zu finden, sondern um Fragen zu stellen. Man tapst sozusagen in einer immerwährenden Dunkelheit herum, und nur mit viel Glück sieht man manchmal ein Lichtlein entflammen. Und nur mit viel Mut oder Beharrlichkeit oder Dummheit oder am besten mit allem zusammen kann man hie und da selber ein Zeichen setzten!”

“Aber ganz egal wie fließend ich in all diesen Sprachen bin, wenn ich nicht Josie spreche, schauspielere ich bloß. Das tun wir alle, wenn wir außerhalb der Kulturen interagieren, in die wir hineingeboren wurden. Es ist sogar unvermeidlich, denn es ist unmöglich, in einer fremden Sprache ganz man selbst zu sein. In der Sprache eines anderen wirst du zu einem Besucher, einem Gast - manchmal ein sehr willkommener Gast, den man kreischend und mit Umarmungen in Empfang nimmt -, aber trotzdem bist und bleibst du Gast. Denn sobald du aufhörst, die Sprache der Gruppe zu sprechen, hörst du auch auf, einer aus der Gruppe zu sein. Und dann bist du allein, egal mit wem zu zusammen bist.”

“Aber in unserem Kopf – oder vielleicht sogar der Kopf selbst – ist ein kleines Zimmer, in dem diese Dinge als Erinnerungen aufbewahrt bleiben. Ein Zimmer wie unsere Bibliothek. Und um über unseren genauen geistigen Zustand auf dem Laufenden zu sein, müssen wir die Karteikarten in diesem Zimmer ständig ergänzen. Wir müssen reinigen, lüften und das Blumenwasser wechseln. Anders ausgedrückt, man lebt auf Ewigkeit in seiner eigenen Bibliothek.”

“Aber manchmal brauche ich auch die Stille. Ich brauche Raum und Zeit. Ich bin trotz allem ein Winterkind. Vielleicht ist das auch ein Ausdruck dieser Zwischenbereiche: Wie kann ich beides haben, den Winter und die Wärme, ohne auf das eine verzichten zu müssen? Welche Art des Lebens ist meine Art des Lebens, des Lebens für Kinder, die in den Spalten aufwachsen? Wie durchbricht man den Kreislauf?”

“Aber was war das überhaupt, das Gedächtnis? Salman überlegte, schrieb auf, strich vieles wieder durch und fand, dass es zu simpel wäre, das Gedächtnis nur als Archiv zu betrachten. Es war viel mehr. Tage brauchte er, bis er das passende Bild fand: Das Gedächtnis ist eine unsichtbare Stadt. Die hat mehrere Vergnügungsviertel, Geheimverstecke, Reparaturwerkstätten aller Art, einen Friedhof, eine Leichenhalle, ein Krematorium, mehrere Tempel für Heilige, dunkle Gebiete, die man fürchtet und meidet, ein Museum, Verliese für Verhasste, Kühlräume, einen Heizkessel zum Aufwärmen alter Erlebnisse und Gärten, die gegossen, gepflegt oder vernachlässigt werden. Auch Supermärkte für glitzernden Schrott, Lügen und Legenden, die er in der Familie, Schule und Kirche für wahr gehalten und gespeichert hatte und die sein Denken beeinflussten.”