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S Quotes

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“Sie sah die weißen Weiten Grönlands vor sich auftauchen. Das blaue Schillern der Eisberge, die in der Bucht vor Nuuk zum offenen Meer trieben. Die Rentierherden, die über die gefrorenen Hochebenen zogen und nach Flechten im Schnee scharrten. Der Hausberg Sermitsiaq, der hinter der Stadt steil und ehrfurchtgebietend in den pastellfarbenen Winterhimmel aufragte. Die arktische Nacht mit ihren Wundern. Das grünliche Flackern des Polarlichts ...”

“Sie sah Julia – Sie sah, wie Julia die Arme öffnete; sah sie glühen; sah sie in Flammen stehen. Aus der Nacht brannte sie hervor wie ein erloschener weißer Stern. Julia küßte sie. Julia besaß sie. "Slater-Nadeln haben keine Spitzen", sagte Miss Craye mit einem seltsamen Lachen und lockerte die Arme, als Fanny Wilmot sich mit zitternden Fingern die Blume an die Brust steckte.”

“Sie schwiegen, während Zacharias zum Questen-Haus ging und Iani ihm folgte, ohne Fragen zu stellen oder das Erfahrene zu kommentieren. Zacharias hing seinen Gedanken nach, bis er irgendwann bemerkte, dass Iani neben ihm die ganze Zeit hüpfte und lächelte. »Worüber freuen Sie sich so?« »Sie sind ein Questen-Kind. Ein Prophezeiungskind, wie wir sagen würden.« »Und das ist etwas Gutes?« »Oh ja! Sie wurden auserwählt.« Zacharias runzelte die Stirn. Natürlich wurde er das. Immerhin hatte er vom Orakel eine Prophezeiung bekommen und trug dessen Zeichen auf seiner Stirn. Das war nichts Neues. Doch irgendwie hatte er den Eindruck, dass Iani etwas ganz anderes meinte. Und als er nachhakte, verweigerte der Gelehrte ihm zum ersten Mal die Antwort.”

“Sie sehnte sich stattdessen nach dem Elan und der Zielstrebigkeit, die alle anderen Menschen in der Forty-second Street zu beflügeln schienen: Gruppen lachender Matrosen; Mädchen mit angelegten, eingesprühten Haaren; ältere Paare, die Damen im Pelz - alle eilten im Dämmerlicht dahin. Anna betrachtete sie forschend. Woher wussten sie, wohin es ging?”

“Sie wand sich und er versuchte sie zu halten, nicht aus seinem Griff zu entlassen. Etwas traf ihn in die Seite, etwas Hartes, das leise knisterte, aber bevor er sich dazu Gedanken machen konnte, schoss ein Schmerz durch seinen Körper wie ein Schock. Jay stieß einen Fluch aus, sah aus dem Augenwinkel Funken aufblitzen, als die Muse ihn erneut angriff. Auch der zweite Stromstoß hinterließ eine Spur aus Schmerzen und verkrampfenden Muskeln. Er biss sich auf die Lippe, um nicht zu schreien. Unwillkürlich ließ er nach dem Überraschungsangriff das Tuch mit dem Chloroform fallen und packte mit der anderen Hand wieder nach der Muse, die aufschrie, als auch sie die elektrischen Funken abbekam. Jede Bewegung war eine Agonie, als er gegen die Muse kämpfte, die sich jetzt in eine kleine Wildkatze zu verwandeln schien, die sich mit aller Kraft wehrte.”

“Sie wenden sich gern ab oder lesen nicht weiter, wenn sie nur das Wort "Trans" hören oder ein Sternchen oder einen Unterstrich sehen – als verdienten Phänomene oder Menschen, die es seltener gibt, keine Aufmerksamkeit oder Wertschätzung. Als reichte die eigene Empathie nicht oder als sollte sie nicht reichen. Dabei ist es vielen bei den eher unwahrscheinlichen Figuren aus dem Kosmos von z.b. Shakespeare (...) ganz selbstverständlich, sich einzufühlen und ihre Geschichten verstehen zu wollen. Selten heißt schließlich nicht seltsam oder monströs. Selten heißt nur selten. Es sind womöglich nur Menschen, über die seltener Geschichten erzählt werden. Und es sind manchmal die Menschen mit besonderen, seltenen Eigenschaften oder Erfahrungen, in deren Sehnsüchten und Kämpfen um Anerkennung sich die Verletzbarkeit als condition humaine selbst spiegelt. Und so ist es gerade die Verwundbarkeit von Transpersonen, ihre Suche nach Sichtbarkeit und Anerkennung, in der sich jene wechselseitige Abhängigkeit zeigt, die uns als Menschen allgemein kennzeichnet. Insofern berührt und betrifft die Situation von Transpersonen alle. Nicht nur diejenigen, die so leben und empfinden wie sie. Die Rechte von Transpersonen sind so wichtig wie alle Menschenrechte, und sie zu begründen und zu verteidigen gehört zur Selbstverständlichkeit universalistischen Denkens.”

“Sie werden geliebt. Unbändig.Mit aller macht. Bedingungslos. Das Universum flippt aus vor lauter Freude darüber, wie großartig Sie sind. Es zerdrückt Sie fast in seiner bewundernden Umarmung. Es möchte Ihnen alles geben, was Sie sich wünschen. Es will, dass Sie glücklich sind. Es möchte, dass Sie in sich sehen, was es selbst in Ihnen sieht.”

“Sieg Heil and the rest (Sonnet 1162) Some shout Sieg Heil, Some shout Jai Hind. Some Star Spangled Banner, Others God save the fiend. Only the language differs, Jungliness remains the same. Even in an integrating world, Some maintain the habits lame. Once upon a time, they might have had some value. Today they are just anachronism, Kept alive by apes without clue. If you are still enraged, how dare I compare Sieg Heil with the rest! Study the history unvarnished - behind every tribal salute you'll find a holocaust equivalent.”

“Siehst du das?" Er zeigt in die Landschaft. "Da stand das Haus", sagt er. "Von meinen Urgroßeltern?" "Ja." "Da?" "Nein, da." "Da, wo man den Zaun sieht?" "Nein, da wo man nichts sieht." Ich lachte. Gavrilo fand es nicht komisch, und das war der Augenblick, da Gavrilo mich fragte, woher ich käme. Also doch, Herkunft, wie immer, dachte ich und legte los: Komplexe Frage! Zuerst müsse geklärt werden, worauf das Woher ziele. Auf die geografische Lage des Hügels, auf dem der Kreißsaal sich befand? Auf die Landesgrenzen des Staates zum Zeitpunkt der letzten Wehe? Provenienz der Eltern? Gene, Ahnen Dialekt? Eine Art Kostüm, das man ewig tragen soll, nachdem es einem übergestülpt worden ist. Als solches ein Fluch! Oder, mit etwas Glück, ein Vermögen, das keinem Talent sich verdankt, aber Vorteile und Privilegien schafft. So redete ich und redete, und Gavrilo ließ mich ausreden. Er brach das Brot und reichte mir die Kante. Dann sagte er: "Von hier. Du kommst von hier." Ich biss in das Brot. Wartete, dass er erklärte. Von hier? Was von hier?”

“Sieht ihr", begann Adam, seine Stimme von Nachdenklichkeit durchdrungen, "Chaos und Ordnung teilen oft eine enge Verbindung. Inmitten des Chaos verbirgt sich oft eine verborgene Ordnung, die unserer Wahrnehmung entgeht. Im grossen Gefüge der Evolution sind Chaos und Ordnung gleichermassen unverzichtbar für Fortschritt. Ordnung bietet die notwendige Stabilität für transformative Veränderungen, während Chaos als Katalysator dient und Anreize für solche Veränderungen schafft. Wären da nicht die Unannehmlichkeiten, die wir erfahren, hätte unser evolutionärer Weg möglicherweise einen abweichenden Verlauf genommen. Ein empfindliches Gleichgewicht beider Elemente ist wesentlich, ähnlich wie das Zusammenspiel von Yin und Yang in der taoistischen Philosophie. Alte Weisheit enthält oft Fragmente der Wahrheit. Die Angst vor Veränderung sollte uns nicht behindern, das ist meine Überzeugung.”