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I Quotes

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“Ich bin zum Bersten voll mit einem neu gefundenen Gefühl für meine eigene Existenz. Starke und kraftvolle Frequenzen. Meine Seele wandert in weite, offene Felder und lang-vergessene Lande mit unbegrenzten Möglichkeiten. Ich bin noch nicht ganz so weit. Stille haltend in Vorahnung, möchte ich nicht verpassen, meine innere Stimme zu hören – sanft und tief. Mit mir sind freundliche Himmel an regnerischen Tagen und mein Leben wird wärmer.”

“Ich blätter’ mich langsam aus der behaglichen, kleinen Kuhle von Decken. Dusche mich. Lasse die kühle Morgenbrise, die durch die offenen Fenster weht, sanft meine nackte Gestalt streicheln. Ich geniesse die milde Sonne. Für eine Weile schwelge ich im Gefühl des weichen Badetuches auf meiner Haut und dann, der Wind nimmt zu und fühlt sich an wie tausend kleine Zungen, die die Wasserperlen von meinem Körper lecken. Heute, keine Erwartungen. Viel Zeit zum Strecken und langsamen Aufwachen. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee kitzelt meine Nase. Morgenstunden wie diese machen das Leben so köstlich – Schön!”

“Ich brauchte keine Worte, um zu wissen, dass sie verstand. Es war, als erzählte das Gedächtnis ihres Körpers dem meines Körpers, was sie erlebt hatte. Auf irgendeine Weise verbanden sich unsere Augen und auch der unendliche Raum dahinter. Ich weiß nicht, ob ich jemals so tief in den seligen Ozean in den Augen eines Menschen geblickt habe, wie in diesem Moment mit Satya.”

“Ich denke an Abschiede und letzte, allerletzte und allerallerletzte Küsse und Umarmungen an Flughäfen, das letzte, das allerletzte und das allerallerletzte Winken, bevor man in einer Traube aus Menschen am Security Checkpoint verschwindet. An Nachrichten voller Sehnsucht am Check-In, an Hoffnungen und Irrungen, Wirrungen und Einbildungen, Tränen, wenn man das Flugzeug betritt, an die Liebe in der Ferne und an die Freude des Wiedersehens und den Schmerz, wenn das Herz realisiert, dass es ein Abschied für immer war.”

“Ich fragte nicht weiter. Die Menschen reagieren empfindlich, wenn man ihren Glauben mit der Ökonomie verknüpft. Es gibt aber nichts, was die Welt bewegt, als allein das Gold. Selbst die Liebe entzündet sich am Gold. Und der Glaube erst recht. Ihr senkt die Knie vor eurer Göttin, wenn sie vors Portal tritt, juwelenüberrieselt der reine Leib. Würdet ihr sie auch lieben, wenn sie im Keller die Asche versorgte, Krätzeflecken auf der Haut? Nur eine Macht habe ich gefunden in der Welt, die kümmert sich nicht ums Gold: die Geilheit. Aber die ist schnell verraucht, und ohne Folgen. Vornehme Frauen habe ich gesehen, die Spreize machend unter einem Stallknecht, der stank nach Mist. Ergraute Männer habe ich gesehen, schwer von Würde, die rannten eine Hure zu ficken, die die ganze Stadt schon hatte. Ich sprach davon zu meinem alten Lehrer, und er sah mich an und sagte: Man soll nicht davon reden. Ich war schon ein junger Mann damals, war auf Reisen gewesen, und mein alter Lehrer erhielt sein Gnadenbrot auf meines Vaters Gut, wie es den Pferden und den Sklaven zusteht. Ich war enttäuscht über seine Antwort und verachtete ihn. Heute weiß ich, dass ich ein Kind war und dumm und hochfahrend. Er hatte recht. In seinen Worten lag die einzige Weisheit, zu der einer kommen kann. Man soll nicht darüber reden.”

“Ich fühle, wie die Kraft aus mir herausfließt. Die Energie, die mich auf den Beinen hält. Lebenskraft. Wie Asche, die der Wind davonträgt. Beinahe lache ich auf, so wunderbar und unangebracht poetisch ist das Schicksal manchmal. Seine Ascheaugen, eine Illusion, aus Nacht entsprungen, sind dafür verantwortlich, dass meine Unbeschwertheit, mein ganzes Leben überhaupt erst in Flammen aufgegangen ist.”

“Ich gehe duschen. Komm gerne mit, dann kann ich dir zeigen, wie viel hübscher das Badezimmer im Gegensatz zur Küche ist." Ich boxte gegen seinen Oberarm. "Nein, danke." Spencer erhob sich. Seine Lippen waren immer noch ein bisschen feucht vom Wasser und sein Grinsen so unverschämt, dass es hätte verboten werden sollen. "Irgendwann wirst du mich freiwillig in dieses Badezimmer begleiten, Süße. Du weißt es, ich weiß es, und die Welt ist sich darüber auch schon seit Anbeginn der Zeit im Klaren.”

“Ich glaube, daß der Mensch sein Leben ganz in allen seinen Handlungen von Eingebungen leiten lassen kann, und ich muß jetzt glauben, daß dies das höchste Leben ist. Ich weiß, daß ich so leben könnte, wenn ich wollte, wenn ich dazu den Mut hätte. Ich habe ihn aber nicht und muß hoffen daß mich das nicht zu Tode, das heißt ewig, unglücklich machen wird.”

“Ich glaube fest daran, dass jede Generation ihre eigene Aufgabe hat. Die Generation unserer Eltern hatte die Aufgabe die Perle des indischen Ozeans, die wunderschöne Insel Sri Lanka zu verlassen, um sich, und gerade uns, ein Leben in Sicherheit zu schenken. Dafür sollten wir Ihnen unendlich dankbar sein. Und die einzige Möglichkeit die ich sehe, wie wir dies zurückzahlen können, ist jede Chance die uns gegeben wird, zu nutzen, alles aus unserem Leben zu machen.”

“Ich glaube nicht an Vorahnungen. Und doch muss ich später immer wieder an diesen Moment denken. Warum lief mein Sohn nicht wie sonst nach der Betreuung in meine Arme? Warum hielt er sich so verzweifelt an Marwa fest, als ob er sie nach dem Wochenende nicht wiedersehen würde? Wenn das eigene Leben sich radikal ändert, erhält Gewöhnliches plötzlich eine Bedeutung. Wird zu dem Versuch zu erklären, was sich nicht erklären lässt. Gibt dem «Zuvor» ein Gewicht, um das «Danach» begreifbarer zu machen. Ich dachte nach dem 7. Oktober 2023 oft: Vielleicht spürte Oz, dass dies ein Abschied sein würde. Dass dieser Donnerstagnachmittag, der 5. Oktober, nicht nur der Beginn eines sonnigen Herbst-Wochenendes in Israel war. Sondern dass weniger als 48 Stunden später eine Katastrophe geschehen würde, die alles veränderte. Das Leben unserer Familie. Das Leben von Marwa. Und das Land, das wir alle unser Zuhause nennen.”