Quotessence
Home / Quotes / I Quotes

I Quotes

Browse famous quotes beginning with I. This page is a child index of the full Popular Quotes A-Z directory.

All I Quotes

“Ich sehe das so: Ein Kerl, der stirbt, bevor Gott es für ihn vorgesehen hatte, erlebt so etwas wie ein Baseballspiel, das wegen Regen abgebrochen wird. Die Sünden, die er begangen hat, zählen nicht. Gott muss ihn einfach reinlassen, denn der Kerl hatte ja gar nicht mehr die Zeit zu bereuen, so wie Er es für ihn geplant hatte. Wenn ich also einen umbringe, erspare ich ihm dadurch die Qualen der Hölle. Auf diese Art tue ich sogar mehr für ihn, als der Papst selbst es je tun könnte.”

“Ich sehe zu. Ist das nichts?" "Wem ist damit geholfen?" "Wem ist zu helfen?", fragte Fabian. "Du willst Macht haben. Du willst, träumst du, das Kleinbürgertum sammeln und führen. Du willst das Kapital kontrollieren und das Proletariat einbürgern. Und dann willst du helfen, einen Kulturstaat aufzubauen, der dem Paradies verteufelt ähnlich sieht. Und ich sage dir: Noch in deinem Paradies werden sie sich die Fresse vollhauen! Davon abgesehen, dass es nie zustande kommen wird ... Ich weiß ein Ziel, aber es leider keines. Ich möchte helfen, die Menschen anständig und vernünftig zu machen. Vorläufig bin ich damit beschäftigt, sie auf ihre diesbezügliche Eignung hin anzuschauen.”

“Ich selbst spiele nie Billard, [...],aber ich weiß, dass man den Ball hoch oder tief, rechts oder links nehmen kann; man kann den zweiten Ball voll treffen oder streifen; man kann stark oder schwach stoßen; die Fälsche stärker oder schwächer wählen; und sicher gibt es noch viele solcher Möglichkeiten. Ich kann mir nun jedes dieser Elemente beliebig abgestuft denken, so gibt es also nahezu unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Wollte ich sie theoretisch ermitteln, so müßte ich außer den Gesetzen der Mathematik und der Mechanik starrer Körper auch die der Elastizitätslehre berücksichtigen; ich müßte die Koeffizienten des Materials kennen; den Temperatureinfluß; ich müßte die feinsten Maßmethoden für die Koordination und Abstufung meiner motorischen Impulse besitzen; meine Distanzschätzung müßte genau wie ein Nonius sein; mein kombinatorisches Vermögen schneller und sicherer als ein Rechenschieber; zu schweigen von der Fehlerrechnung, die Streungsbreite und dem Umstand, daß das zu erreichende Ziel der richtigen Koinzidenz der beiden Bälle selbst kein eindeutiges ist, sondern eine um einen Mittelwert gelagerte Gruppe von eben noch genügenden Tatbeständen darstellt.”

“Ich setzte mich in die Cafeteria und malte mir aus, wie es wohl wäre, auf dem Mond zu leben. Zumindest würde ein Mondbewohner ständigen Kontakt mir der Flugkontrolle pflegen. Er könnte sich mit dem Kontrolleur unterhalten, seine Familie ins Raumfahrtzentrum begeben und mit ihm sprechen, und er könnte sie sogar auf dem Bildschirm sehen. Man würde ihn über die Weltereignisse auf dem laufenden halten und die Spiele der Houston Astros verfolgen lassen. Vielleicht waren schon Amerikaner auf dem Mond gelandet als in Adamstown. Der Ort, an den ich reisen wollte, lag abgelegener als ein Planet.”

“Ich sollte eigentlich ganz allein auf der Welt sein, ich, Helbling, und sonst kein anderes lebendes Wesen. Keine Sonne, keine Kultur, ich nackt auf einem hohen Stein, kein Sturm, nicht einmal eine Welle, kein Wasser, kein Wind, keine Straßen, keine Banken, kein Geld, keine Zeit und kein Atem. Ich würde dann jedenfalls nicht mehr Angst haben. Keine Angst mehr und keine Fragen, und ich würde auch nicht mehr zu spät kommen. Ich könnte die Vorstellung haben, daß ich im Bett läge, ewig im Bett. Das wäre vielleicht das Schönste!”

“Ich spreche tatsächlich vom "normalen" Beziehungsalltag in dieser Gesellschaft, der geprägt ist durch Abwehr von wirklichem, tiefem Austausch. Wie schon im Abschnitt zum Schocktrauma benannt wurde, geschieht dies durch Besänftigen/Manipulieren, Angreifen, Distanzieren oder Totstellen/Betäuben. Das sieht dann zum Beispiel so aus, das die Partner miteinander streiten. Sie greifen sich gegenseitig an, nicht wegen äußerer Diskrepanzen, sondern weil sie sich unbewusst als Bedrohung wahrnehmen. Das ist natürlich kein Austausch, keine Beziehung, kein Kontakt. Denn beide teilen einander nicht mit, was in ihnen wirklich vorgeht. Sie sagen dem jeweils anderen nicht, wie sie sich fühlen, was sie für Bedürfnisse haben, sondern sie führen einen Krieg gegen den anderen. Dann geht es darum wer recht hat, wer den mentalen Kampf gewinnt und somit "überlebt". In anderen Fällen wird der Partner nicht angegriffen, sonder man zieht sich zurück. Man entfernt sich körperlich oder sagt einfach nichts mehr und ist mit den Gedanken woanders. Die Fluchtreaktion. Auch hier wird nichts von dem mitgeteilt, was im eigenen Inneren gerade wirklich los ist. Auch das Erstarren gibt es in Beziehungen, dann "tötet" sich ein Partner regelrecht innerhalb ab, geht weder streitend auf den anderen los noch versucht er, sich zurückzuziehen. Er ist einfach starr, wie nicht vorhanden. Oft werden dafür Substanzen zur Selbstbetäubung als Hilfsmittel genutzt. Auch das ist natürlich absolut fern davon, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen. Eine vierte Variante ist das, was im Englischen als Fawn-Response bezeichnet wird. Übersetzt könnte man es Rehkitz-Reaktion nennen. Es handelt sich dabei um ein Muster, bei dem der Mensch durch besänftigendes, kindliches, symbiotisch unterwerfendes und manipulatives Verhalten Distanz herstellt.”

“Ich spüre nicht mehr diese Leichtigkeit, diese Zuversicht, diese Sicherheit, die ich vor vier Jahren fühlte, als ich ankam, um mein Leben hier zu beginnen. Das Israel von damals kommt mir vor wie einem Traum entsprungen. Zu schön, um wahr zu sein. Zu sonnig, zu liebevoll, zu willkommen heißend. Zu friedlich. Das Israel, das ich in den vergangenen Monaten erlebt habe, ist ein Land der Extreme. Wütend. Unversöhnlich. Ein Land kurz vor dem Bürgerkrieg. Milchemet Achim lautet der Ausdruck im Hebräischen, übersetzt heißt das «Brüderkrieg». Ich habe ihn zu oft gehört in den vergangenen Monaten. Tatsächlich ist es ein Konflikt zwischen Nachbarn, Familienmitgliedern, Freunden, zwischen Menschen, die plötzlich zu merken scheinen, dass sie entgegengesetzte Vorstellungen davon haben, wie ihre gemeinsame Heimat aussehen soll. Und die keine Toleranz für jene haben, die das anders sehen. Radikale Politiker – und es gibt auf einmal so, so viele von ihnen – schlagen mit spaltenden Worten auf das Fundament ein, auf den Gesellschaftsvertrag dieses Landes. Sie gedeihen am Hass, am Misstrauen, an der Unvereinbarkeit. Mit vergiftenden Ideen und manipulativen Worten greifen sie das Mosaik der Gesellschaft an, das sowieso schon brüchig geworden ist. Die aufgeheizte Stimmung in diesem Jahr hat mich misstrauisch gemacht, oft Schlimmes befürchtend. Das geht über die normale Muttersorge hinaus. Ich kann das Gefühl nicht mehr abschütteln, dass Israel sich auf einen Abgrund zubewegt, und ich frage mich nicht mehr ob, sondern: Wann gehe ich, bevor ich mitgerissen werde? Doch ich treffe Entscheidungen nicht mehr für mich allein.”

“ich spüre wieder erschrocken, eine wie schwache, armselige und quallige Substanz das doch sein muß, was wir immer großspurig Seele, Geist, Gefühl, was wir Schmerzen nen- nen, da all dies selbst im äußersten Übermaß nicht vermag, den leidenden Leib, den zer- quälten Körper völlig zu zersprengen — weil man ja doch solche Stunden mit weiterpo- chendem Blut überdauert, statt hinzusterben und hinzustürzen wie ein Baum unterm Blitz. Nur für einen Ruck, für einen Augenblick hatte dieser Schmerz mir die Gelenke durchgerissen, daß ich hinfiel auf jene Bank, atemlos, stumpf und mit einem geradezu wollüstigen Vorgefühl des Absterbenmüssens. Aber ich sagte es eben, aller Schmerz ist feige, er zuckt zurück vor der übermächtigen Forderung nach Leben, die stärker in unserem Fleisch verhaftet scheint als alle Todesleidenschaft in unserem Geiste. Unerklärlich mir selbst nach solcher Zer- schmetterung der Gefühle: aber doch, ich stand wieder auf, nicht wissend freilich, was zu tun.”

“Ich spürte, wie jemand hinter mich trat, und lächelte, als ich Londurs’ vertraute Präsenz erkannte. »Und? Wie ist es gelaufen?« Ich drehte mich zu meinem Partner um, während mein Herz etwas schneller schlug. Wie immer brachte sein Anblick meinen Atem zum Stocken. Londurs war Kraft, Sexappeal, Verführung und Gefahr in einem. Genau die Mischung, auf die ich stand. »Großartig!«, antwortete ich und lachte, als er mich in seine Arme nahm und herumwirbelte. »Ich habe gerade unser erstes Opfer gefunden!«”

“Ich stand noch eine Weile vor der Tür, was machte er denn da? Stand er am Fenster, am Schreibtisch, vor dem Bücherregal, saß er in seinem Sessel? Auch jemand, der dasitzt und liest, macht irgendein Geräusch, auch jemand, der die Buchrücken anschaut auf der Suche nach Lektüre, jemand, der Akten sichtet, ja, sogar jemand, der aus dem Fenster sieht, macht irgendein Geräusch, zumindest, wenn es ein heiteres Rausschauen ist, ein entspanntes Lesen und eine geschäftige Büchersuche, jede Normalität macht ein Geräusch, selbst eine ruhige Normalität. Die Sorge ist es, die Geräusche verschluckt, die Angst lähmt jede Bewegung, Traurigkeit, Melancholie, die Depression, sie sind es, die alle lebendigen Regungen einfrieren und zum Verstummen bringen.”

“Ich stehe auf und erblicke erneut die atemberaubende Aussicht, die sich vor mir erstreckt - ein wellenförmiges Muster aus grünen Tälern und fernen Gipfeln. Hier stehe ich an der Schwelle zur Welt, mein Herz verwoben mit dem Puls der Natur, mein Geist bereit, über die Grenzen meiner sterblichen Form hinauszufliegen.”

“Ich stoße mich mit den Kufen ab, schließe beim weichen Dahingleiten, das darauf folgt, meine Augen und halte, wie Mimi es mir zeigte, meinen Rücken gerade. Nie zuvor habe ich mich so frei gefühlt. Der Klang der auf dem Eis kratzenden Schlittschuhe ist am lautesten, und ich verliere mich in seinem Rhythmus. Meine Bewegungen wiederholen sich und werden tranceähnlich, und ich wünschte, das Leben wäre immer so. Jedes Mal, wenn ich die Augen öffne, erwarte ich, irgendwo anders zu sein.”

“Ich suchte und konnte Dich nicht finden; ich rief vom Minarett laut nach Dir; ich läutete beim Steigen und Sinken der Sonne die Tempelglocke; ich tauchte vergeblich in des Ganges heiligen Strom; ich kam enttäuscht von der Kaaba zurück; ich sah mich auf Erden nach Dir um; ich suchte nach Dir im Himmel, mein Geliebter, doch endlich habe ich Dich gefunden – als verborgene Perle in der Muschel meines Herzens.”

“Ich verpasste ihm, wie vorhin Aimee mir, einen Tritt unter dem Tisch. “Stew!” Er schmollte einen Moment, bevor er seine Stimme wiederfand: “Mensch, warum wird man bei euch immer verprügelt?” Aimee verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn mit hochgehobenen Augenbrauen an. “Denk einmal darüber nach. Es könnte vielleicht einen gemeinsamen Nenner geben.”

“Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre, wenn mir dies Erleben zum ersten Mal auf solche Art zuteil geworden wäre. Ich muß den Gedanken abbremsen, so was ist nicht vorstellbar. Eines ist klar: Wäre an dem Mädchen irgendwann in Friedenszeiten durch einen herumstreunenden Kerl die Notzucht verübt worden, wäre hinterher das übliche Friedensbrimborium von Anzeige, Protokoll, Vernehmung, ja von Verhaftung und Gegenüberstellung, Zeitungsbericht und Nachbarngetue gewesen – das Mädel hätte anders reagiert, hätte einen anderen Schock davongetragen. Hier aber handelt es sich um ein Kollektiv-Erlebnis, vorausgewußt, viele Male vorausbefürchtet – um etwas, das den Frauen links und rechts und nebenan zustieß, das gewissermaßen dazu gehörte. Diese kollektive Massenform der Vergewaltigung wird auch kollektiv überwunden werden. Jede hilft jeder, indem sie darüber spricht, sich Luft macht, der anderen Gelegenheit gibt sich Luft zu machen, das Erlittene auszuspeien. Was natürlich nicht ausschließt, das feinere Organismen als diese abgebrühte Berliner Göre daran zerbrechen oder doch auf Lebenszeit einen Knacks davontragen.”

“Ich weiß, was euch zu eurem Glück noch fehlt. Wir sollen zwar kommen, und gehen, wann ihr es wollt. Aber wir sollen weinen, wenn ihr uns fortschickt. Und wir sollen selig sein, wenn ihr uns winkt. Ihr wollt den Warencharakter der Liebe, aber die Ware soll verliebt sein. Ihr zu allem berechtigt und zu nichts verpflichtet, wir zu allem verpflichtet und zu nichts berechtigt, so sieht euer Paradies aus. Doch das geht zu weit!”