I Quotes
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“Ich schreibe dies mit der Hand auf einem Block aus Recyclingpapier. Ich bin so ein Mensch, der seinen CO2-Fußabdruck reduziert, obwohl wir bereits dem Untergang geweiht sind. Ich tue so, als ob ich viel vom Homo Sapiens halte und glaube, dass wir es schaffen sollten.”
Source: Als lebten wir in einem barmherzigen Land
“Ich schreibe dieses Buch nicht, weil ich Männer hasse.
Ich schreibe dieses Buch, weil ich Frauen liebe.”
Source: Nemesis' Töchter: 3000 Jahre zwischen Female Rage und Zusammenhalt
“Ich schulde dir mein Leben, Tirasan Passario. Ich werde nicht ruhen, bevor diese Schuld beglichen ist. Dies schwöre ich, Rustan Polliander, bei meinem Namen.”
Source: Die Magie der Namen
“Ich sehe das so: Ein Kerl, der stirbt, bevor Gott es für ihn vorgesehen hatte, erlebt so etwas wie ein Baseballspiel, das wegen Regen abgebrochen wird. Die Sünden, die er begangen hat, zählen nicht. Gott muss ihn einfach reinlassen, denn der Kerl hatte ja gar nicht mehr die Zeit zu bereuen, so wie Er es für ihn geplant hatte. Wenn ich also einen umbringe, erspare ich ihm dadurch die Qualen der Hölle. Auf diese Art tue ich sogar mehr für ihn, als der Papst selbst es je tun könnte.”
Source: Roadwork
“Ich sehe eine sechsjährige Version von mir selbst durch unser Haus laufen, mit Spielzeug in der Hand, kichernd und unbeschwert. Fuck, ich will wieder sechs Jahre alt sein.”
Source: Scherben einer zerbrochenen Seele
“Ich sehe zu. Ist das nichts?"
"Wem ist damit geholfen?"
"Wem ist zu helfen?", fragte Fabian. "Du willst Macht haben. Du willst, träumst du, das Kleinbürgertum sammeln und führen. Du willst das Kapital kontrollieren und das Proletariat einbürgern. Und dann willst du helfen, einen Kulturstaat aufzubauen, der dem Paradies verteufelt ähnlich sieht. Und ich sage dir: Noch in deinem Paradies werden sie sich die Fresse vollhauen! Davon abgesehen, dass es nie zustande kommen wird ... Ich weiß ein Ziel, aber es leider keines. Ich möchte helfen, die Menschen anständig und vernünftig zu machen. Vorläufig bin ich damit beschäftigt, sie auf ihre diesbezügliche Eignung hin anzuschauen.”
Source: Fabian: die Geschichte eines Moralisten
“Ich selbst hatte das verwirrende Gefühl, jeden Tag bestimmt hundertmal vom Kind zum jungen mann wieder zum Kind zurückkatapultiert zu werden.”
Source: Alle Toten fliegen hoch: Amerika
“Ich selbst spiele nie Billard, [...],aber ich weiß, dass man den Ball hoch oder tief, rechts oder links nehmen kann; man kann den zweiten Ball voll treffen oder streifen; man kann stark oder schwach stoßen; die Fälsche stärker oder schwächer wählen; und sicher gibt es noch viele solcher Möglichkeiten. Ich kann mir nun jedes dieser Elemente beliebig abgestuft denken, so gibt es also nahezu unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten. Wollte ich sie theoretisch ermitteln, so müßte ich außer den Gesetzen der Mathematik und der Mechanik starrer Körper auch die der Elastizitätslehre berücksichtigen; ich müßte die Koeffizienten des Materials kennen; den Temperatureinfluß; ich müßte die feinsten Maßmethoden für die Koordination und Abstufung meiner motorischen Impulse besitzen; meine Distanzschätzung müßte genau wie ein Nonius sein; mein kombinatorisches Vermögen schneller und sicherer als ein Rechenschieber; zu schweigen von der Fehlerrechnung, die Streungsbreite und dem Umstand, daß das zu erreichende Ziel der richtigen Koinzidenz der beiden Bälle selbst kein eindeutiges ist, sondern eine um einen Mittelwert gelagerte Gruppe von eben noch genügenden Tatbeständen darstellt.”
Source: the Man Without Qualities
“Ich setzte mich in die Cafeteria und malte mir aus, wie es wohl wäre, auf dem Mond zu leben. Zumindest würde ein Mondbewohner ständigen Kontakt mir der Flugkontrolle pflegen. Er könnte sich mit dem Kontrolleur unterhalten, seine Familie ins Raumfahrtzentrum begeben und mit ihm sprechen, und er könnte sie sogar auf dem Bildschirm sehen. Man würde ihn über die Weltereignisse auf dem laufenden halten und die Spiele der Houston Astros verfolgen lassen. Vielleicht waren schon Amerikaner auf dem Mond gelandet als in Adamstown. Der Ort, an den ich reisen wollte, lag abgelegener als ein Planet.”
Source: Serpent in Paradise
“Ich sollte damit mal zu einem Arzt gehen. Aber die Idee verwerfe ich sofort wieder, weil der Gedanke an Ärzte mindestens genauso erschreckend ist wie Small Talk.”
Source: Like water in your hands
“Ich sollte eigentlich ganz allein auf der Welt sein, ich, Helbling, und sonst kein anderes lebendes Wesen. Keine Sonne, keine Kultur, ich nackt auf einem hohen Stein, kein Sturm, nicht einmal eine Welle, kein Wasser, kein Wind, keine Straßen, keine Banken, kein Geld, keine Zeit und kein Atem. Ich würde dann jedenfalls nicht mehr Angst haben. Keine Angst mehr und keine Fragen, und ich würde auch nicht mehr zu spät kommen. Ich könnte die Vorstellung haben, daß ich im Bett läge, ewig im Bett. Das wäre vielleicht das Schönste!”
Source: Im Bureau: Erzählungen
“Ich spreche tatsächlich vom "normalen" Beziehungsalltag in dieser Gesellschaft, der geprägt ist durch Abwehr von wirklichem, tiefem Austausch. Wie schon im Abschnitt zum Schocktrauma benannt wurde, geschieht dies durch Besänftigen/Manipulieren, Angreifen, Distanzieren oder Totstellen/Betäuben. Das sieht dann zum Beispiel so aus, das die Partner miteinander streiten. Sie greifen sich gegenseitig an, nicht wegen äußerer Diskrepanzen, sondern weil sie sich unbewusst als Bedrohung wahrnehmen. Das ist natürlich kein Austausch, keine Beziehung, kein Kontakt. Denn beide teilen einander nicht mit, was in ihnen wirklich vorgeht. Sie sagen dem jeweils anderen nicht, wie sie sich fühlen, was sie für Bedürfnisse haben, sondern sie führen einen Krieg gegen den anderen. Dann geht es darum wer recht hat, wer den mentalen Kampf gewinnt und somit "überlebt".
In anderen Fällen wird der Partner nicht angegriffen, sonder man zieht sich zurück. Man entfernt sich körperlich oder sagt einfach nichts mehr und ist mit den Gedanken woanders. Die Fluchtreaktion. Auch hier wird nichts von dem mitgeteilt, was im eigenen Inneren gerade wirklich los ist.
Auch das Erstarren gibt es in Beziehungen, dann "tötet" sich ein Partner regelrecht innerhalb ab, geht weder streitend auf den anderen los noch versucht er, sich zurückzuziehen. Er ist einfach starr, wie nicht vorhanden. Oft werden dafür Substanzen zur Selbstbetäubung als Hilfsmittel genutzt. Auch das ist natürlich absolut fern davon, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen.
Eine vierte Variante ist das, was im Englischen als Fawn-Response bezeichnet wird. Übersetzt könnte man es Rehkitz-Reaktion nennen. Es handelt sich dabei um ein Muster, bei dem der Mensch durch besänftigendes, kindliches, symbiotisch unterwerfendes und manipulatives Verhalten Distanz herstellt.”
Source: Der Vagusschlüssel zur Traumaheilung
“Ich spüre nicht mehr diese Leichtigkeit, diese Zuversicht, diese Sicherheit, die ich vor vier
Jahren fühlte, als ich ankam, um mein Leben hier zu beginnen.
Das Israel von damals kommt mir vor wie einem Traum entsprungen. Zu schön, um wahr zu sein. Zu sonnig, zu liebevoll, zu willkommen heißend. Zu friedlich. Das Israel, das ich in den vergangenen Monaten erlebt habe, ist ein Land der Extreme. Wütend. Unversöhnlich. Ein Land kurz vor dem Bürgerkrieg. Milchemet Achim lautet der Ausdruck im Hebräischen, übersetzt heißt das «Brüderkrieg». Ich habe ihn zu oft gehört in den vergangenen Monaten. Tatsächlich ist es ein Konflikt zwischen Nachbarn, Familienmitgliedern, Freunden, zwischen Menschen, die plötzlich zu merken scheinen, dass sie entgegengesetzte Vorstellungen davon haben, wie ihre gemeinsame Heimat aussehen soll. Und die keine Toleranz für jene haben, die das anders sehen. Radikale Politiker – und es gibt auf einmal so, so viele von ihnen – schlagen mit spaltenden Worten auf das Fundament ein, auf den Gesellschaftsvertrag dieses Landes. Sie gedeihen am Hass, am Misstrauen, an der Unvereinbarkeit. Mit vergiftenden Ideen und manipulativen Worten greifen sie das Mosaik der Gesellschaft an, das sowieso schon brüchig geworden ist. Die aufgeheizte Stimmung in diesem Jahr hat mich misstrauisch gemacht, oft Schlimmes befürchtend. Das geht über die normale Muttersorge hinaus. Ich kann das Gefühl nicht mehr abschütteln, dass Israel sich auf einen Abgrund zubewegt, und ich frage mich nicht mehr ob, sondern: Wann gehe ich, bevor ich mitgerissen werde? Doch ich treffe Entscheidungen nicht mehr für mich allein.”
Source: Kein anderes Land: Aufzeichnungen aus Israel
“ich spüre wieder erschrocken, eine wie
schwache, armselige und quallige Substanz das
doch sein muß, was wir immer großspurig
Seele, Geist, Gefühl, was wir Schmerzen nen-
nen, da all dies selbst im äußersten Übermaß
nicht vermag, den leidenden Leib, den zer-
quälten Körper völlig zu zersprengen — weil
man ja doch solche Stunden mit weiterpo-
chendem Blut überdauert, statt hinzusterben und hinzustürzen wie ein Baum unterm Blitz.
Nur für einen Ruck, für einen Augenblick hatte
dieser Schmerz mir die Gelenke durchgerissen,
daß ich hinfiel auf jene Bank, atemlos, stumpf
und mit einem geradezu wollüstigen Vorgefühl
des Absterbenmüssens. Aber ich sagte es eben,
aller Schmerz ist feige, er zuckt zurück vor der
übermächtigen Forderung nach Leben, die
stärker in unserem Fleisch verhaftet scheint
als alle Todesleidenschaft in unserem Geiste.
Unerklärlich mir selbst nach solcher Zer-
schmetterung der Gefühle: aber doch, ich
stand wieder auf, nicht wissend freilich, was zu
tun.”
Source: Sternstunden der Menschheit: Vierzehn historische Miniaturen (Gesammelte Werke in Einzelbänden)
“Ich spürte, wie jemand hinter mich trat, und lächelte, als ich Londurs’ vertraute Präsenz erkannte.
»Und? Wie ist es gelaufen?«
Ich drehte mich zu meinem Partner um, während mein Herz etwas schneller schlug. Wie immer brachte sein Anblick meinen Atem zum Stocken. Londurs war Kraft, Sexappeal, Verführung und Gefahr in einem. Genau die Mischung, auf die ich stand.
»Großartig!«, antwortete ich und lachte, als er mich in seine Arme nahm und herumwirbelte. »Ich habe gerade unser erstes Opfer gefunden!«”
Source: Die Magie der Lüge
“Ich stand noch eine Weile vor der Tür, was machte er denn da? Stand er am Fenster, am Schreibtisch, vor dem Bücherregal, saß er in seinem Sessel? Auch jemand, der dasitzt und liest, macht irgendein Geräusch, auch jemand, der die Buchrücken anschaut auf der Suche nach Lektüre, jemand, der Akten sichtet, ja, sogar jemand, der aus dem Fenster sieht, macht irgendein Geräusch, zumindest, wenn es ein heiteres Rausschauen ist, ein entspanntes Lesen und eine geschäftige Büchersuche, jede Normalität macht ein Geräusch, selbst eine ruhige Normalität. Die Sorge ist es, die Geräusche verschluckt, die Angst lähmt jede Bewegung, Traurigkeit, Melancholie, die Depression, sie sind es, die alle lebendigen Regungen einfrieren und zum Verstummen bringen.”
Source: Ich war Diener im Hause Hobbs
“Ich stehe auf und erblicke erneut die atemberaubende Aussicht, die sich vor mir erstreckt - ein wellenförmiges Muster aus grünen Tälern und fernen Gipfeln. Hier stehe ich an der Schwelle zur Welt, mein Herz verwoben mit dem Puls der Natur, mein Geist bereit, über die Grenzen meiner sterblichen Form hinauszufliegen.”
Source: Tage in Peru (Peruanische Dualität)
“Ich stehe vor einer großen Straße, denke mir, wie es jetzt wäre, die Achse oder die Spitze einer Sojus-Trägerrakete zu sein. Nur die Geschwindigkeit auf der Haut und dann im Weltall erlöschen wie Sternenstaub.”
“Ich stellte mir von einen Wight mit einem ausgestopften Huhn zu bewerfen, und wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte”
Source: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children sampler
“Ich stoße mich mit den Kufen ab, schließe beim weichen Dahingleiten, das darauf folgt, meine Augen und halte, wie Mimi es mir zeigte, meinen Rücken gerade. Nie zuvor habe ich mich so frei gefühlt. Der Klang der auf dem Eis kratzenden Schlittschuhe ist am lautesten, und ich verliere mich in seinem Rhythmus. Meine Bewegungen wiederholen sich und werden tranceähnlich, und ich wünschte, das Leben wäre immer so. Jedes Mal, wenn ich die Augen öffne, erwarte ich, irgendwo anders zu sein.”
Source: Unorthodox: The Scandalous Rejection of My Hasidic Roots
“Ich suchte und konnte Dich nicht finden; ich rief vom Minarett laut nach Dir; ich läutete beim Steigen und Sinken der Sonne die Tempelglocke; ich tauchte vergeblich in des Ganges heiligen Strom; ich kam enttäuscht von der Kaaba zurück; ich sah mich auf Erden nach Dir um; ich suchte nach Dir im Himmel, mein Geliebter, doch endlich habe ich Dich gefunden – als verborgene Perle in der Muschel meines Herzens.”
Source: Gayan - Vadan - Nirtan: die Essenz der Sufi-Botschaft von Hazrat Inayat Khan
“Ich trage die Erde in mir und sie trägt mich in sich.”
Source: Wanderherzen
“Ich umarme meine eigene Wahrheit.”
Source: Wanderherzen
“Ich verfluche Euch! Jeder soll fortan die Dunkelheit Eures wahren inneren Wesens auf den ersten Blick erkennen und Ihr sollt begreifen, was wirklich im Leben zählt! Nur wenn Ihr Eure wahre Liebe vor der Wintersonnenwende findet, könnt Ihr den Fluch brechen! Andernfalls soll er niemals enden!”
Source: Emanio - Der Schöne und das Biest
“ich verlange, daß der maler es interpretiert, der maler ist kein idiot.”
“Ich verpasste ihm, wie vorhin Aimee mir, einen Tritt unter dem Tisch. “Stew!”
Er schmollte einen Moment, bevor er seine Stimme wiederfand: “Mensch, warum wird man bei euch immer verprügelt?”
Aimee verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn mit hochgehobenen Augenbrauen an. “Denk einmal darüber nach. Es könnte vielleicht einen gemeinsamen Nenner geben.”
Source: Glasgow RAIN: Küsse im Regen
“Ich verspreche dir, dass ich mich jeden Tag an dich erinnern werde. Bis zu meinem Tod und darüber hinaus.”
Source: Freedom and Betrayal
“Ich verstehe nicht, dass Herkunft Eigenschaften mit sich bringen soll, und verstehe nicht, dass manche bereit sind, in ihrem Namen in Schlachten zu ziehen.”
Source: Herkunft
“Ich verstehe, was die Welt antreibt. Der Treibstoff ist ein Teil Superbenzin und neun Teile reinster Bockmist.”
Source: The Dead Zone
“Ich versuche immer jede Stille, aber auch jeden Satz mit einem Lächeln zu füllen, das ich selten so meine.”
Source: Like water in your hands
“Ich versuche mich an alles zu erinnern, was ich getan habe, Oskar. Und alles, was ich nicht getan habe. Die Fehler, die ich begangen habe, sind mir egal. Aber was ich nie getan habe, kann ich auch nicht zurücknehmen.”
Source: Extremely Loud & Incredibly Close
“Ich versuche mir vorzustellen, wie es wäre, wenn mir dies Erleben zum ersten Mal auf solche Art zuteil geworden wäre. Ich muß den Gedanken abbremsen, so was ist nicht vorstellbar. Eines ist klar: Wäre an dem Mädchen irgendwann in Friedenszeiten durch einen herumstreunenden Kerl die Notzucht verübt worden, wäre hinterher das übliche Friedensbrimborium von Anzeige, Protokoll, Vernehmung, ja von Verhaftung und Gegenüberstellung, Zeitungsbericht und Nachbarngetue gewesen – das Mädel hätte anders reagiert, hätte einen anderen Schock davongetragen. Hier aber handelt es sich um ein Kollektiv-Erlebnis, vorausgewußt, viele Male vorausbefürchtet – um etwas, das den Frauen links und rechts und nebenan zustieß, das gewissermaßen dazu gehörte. Diese kollektive Massenform der Vergewaltigung wird auch kollektiv überwunden werden. Jede hilft jeder, indem sie darüber spricht, sich Luft macht, der anderen Gelegenheit gibt sich Luft zu machen, das Erlittene auszuspeien. Was natürlich nicht ausschließt, das feinere Organismen als diese abgebrühte Berliner Göre daran zerbrechen oder doch auf Lebenszeit einen Knacks davontragen.”
Source: A Woman in Berlin: Eight Weeks in the Conquered City: A Diary
“ich wachse mit einem Frauenbild auf
das mir die Sprache verschlägt”
Source: Zerreißprobe Menschwerdung: dringende Gedichte
“ich wachse mit einem Männerbild auf
das mir den Hals umdreht”
Source: Zerreißprobe Menschwerdung: dringende Gedichte
“Ich wage kaum die Hände auszustrecken, wie in einem engen Spiegelzimmer, aus Furcht überall anzustoßen, daß die schönen Figuren in Scherben auf dem Boden lägen und ich vor der kahlen, nackten Wand stünde.”
Source: Leonce und Lena
“Ich war alles für jemanden
den die Liebe nie begegnete
und zu viel für jemanden
der sie um alles in der Welt
zu vergessen versuchte.”
Source: Her Love Was Like Lavender
“Ich war dermaßen glücklich, dass ich mich aus Versehen in einer Mauer spiegelte, die in der schönen Jahreszeit glänzte, mein Auge lachte im Frühlingslicht, und das Licht spiegelte sich in den lachenden Pupillen eines Passanten.”
Source: The Water Statues
“Ich war die Königin. Wenn nicht ich, wer sonst konnte die Regeln neu schreiben?”
Source: Der Fluch der Schicksalsrobe
“Ich war dumm, und niemand sieht es gern, wenn ein Dummer schlau wird. Das ist die ganze Geschichte”
Source: The Stand
“Ich war durch meine fürchterliche Situation gezwungen, diese Spaltung in ein Ich Schwarz und ein Ich Weiß zumindest zu versuchen, um nicht erdrückt zu werden von dem grauenhaften Nichts um mich.”
Source: Schachnovelle
“Ich war ein Suchender und bin es noch, aber ich suche nicht mehr auf den Sternen und in den Büchern, ich beginne die Lehren zu hören, die mein Blut in mir rauscht”
Source: Demian: Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend
“Ich war gerade nahe daran, zu erkennen, daß man jeden durchschauen kann, wenn man einen Knüppel oder Schraubenzieher hat, der groß genug ist.”
Source: Rage
“Ich weiss, dass ich nichts weiss, und kaum das.”
“Ich weiß es nicht genau. Umwerfend - aber auch etwas unwirklich. Als wäre ich gleichzeitig zwei Personen: Eine, der es passiert, und eine, der es unmöglich passieren kann.”
Source: Confusion
“Ich weiß, ich muß dann doch wieder allein sein. Und es gibt nichts Entsetzlicheres, als Alleinsein unter den Menschen.”
Source: Letter from an Unknown Woman and Other Stories
“Ich weiß nicht, ob ich lebe oder sterbe – wo der Anfang, wo das Ende ist. (Loreen)”
Source: Essenz der Götter II
“Ich weiß nicht, ob jemals festgestellt wurde, daß ein Hauptmerkmal des Lebens die Separatheit ist. Wenn uns keine Fleischesschicht umhüllt, sterben wir. Der Mensch existiert nur in dem Maße, in dem er von seiner Umwelt abgesondert ist.”
Source: Pnin
“Ich weiß nicht so recht, wie ich den Ausdruck auf ihrem Gesicht deuten soll. Er wirkt mir zu ruhig, zu nüchtern.”
Source: Like water in your hands
“Ich weiß, vom Zurückschauen bekommt man Heimweh.”
“Ich weiß, was euch zu eurem Glück noch fehlt. Wir sollen zwar kommen, und gehen, wann ihr es wollt. Aber wir sollen weinen, wenn ihr uns fortschickt. Und wir sollen selig sein, wenn ihr uns winkt. Ihr wollt den Warencharakter der Liebe, aber die Ware soll verliebt sein. Ihr zu allem berechtigt und zu nichts verpflichtet, wir zu allem verpflichtet und zu nichts berechtigt, so sieht euer Paradies aus. Doch das geht zu weit!”
Source: Fabian: die Geschichte eines Moralisten