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D Quotes

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“Der Nebel verdichtete sich mit unglaublicher Geschwindigkeit. Schon jetzt erkannte er niemanden mehr außer seinen Wachen, die Häuser und Menschen in den Straßen hatte die graue Wand bereits verschluckt. Ebenso schien sie die Geräusche zu dämpfen, denn er hörte nichts mehr, keine Rufe und keine menschlichen Stimmen, nur noch das gedämpfte Klappern der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster. Er schaute nach rechts und links. Die Reiter schienen sich dort nur noch als Schatten zu bewegen. Das war doch einfach unmöglich … Emanio schaute nach vorn – und blickte auf eine undurchdringliche, wabernde Nebelwand. Er warf einen Blick nach hinten, drehte sich im Kreis. Fort! Sie waren alle fort! Weder hörte noch sah er einen einzigen Wachmann. Hier ging etwas vor sich, etwas Unnatürliches. Magie? War er von einem Zauber umgeben?”

“Der Nussbaum lächelte. Elayne kniff die Augen zusammen und versuchte, genauer hinzusehen. Doch, sie war sich sicher: Er lächelte. Natürlich hatte er keinen Mund, keine Lippen, die sich wie die Sichel eines Halbmondes nach oben biegen konnten. Auch waren da keine Wangen, die sich zu kleinen Äpfeln formten, und keine Augen. Der Baum hatte kein Gesicht. Kein menschenliches zumindest.”

“Der persische Dichter Saadi ein großer Lebenskünstler, sagte: „Welchen Wert hat die Vernunft, wenn sie mich nicht rettet, bevor ich etwas sage!“ Das zeigt uns, dass wir Fehler machen können, wenn wir keine Kontrolle über unsere Worte haben, wie weise wir auch sein mögen. Für diese Wahrheit können wir leicht Beispiele finden; diejenigen, die viel reden, haben weniger Macht als jene, die wenig sprechen. Denn geschwätzige Menschen sind nicht fähig, eine Idee in tausend Worten auszudrücken, die Meister der Stille in nur einem Wort vermitteln können. Alle können sprechen, aber nicht alle Worte haben dieselbe Kraft. Überdies sagen Worte viel weniger, als Stille auszudrücken vermag. Die Basis eines harmonischen Lebens ist Stille. […] Die Essenz der Religion ist Verständnis. Und diese Religion können wir nicht leben, ohne Macht über unsere Worte zu haben, ohne die Macht der Stille zu realisieren. Es gibt so viele Gelegenheiten, bei denen wir bereuen, unsere Freunde verletzt zu haben, und die wir hätten vermeiden können, wenn wir unsere Sprache unter Kontrolle gehabt hätten. Schweigen ist das Schild der Unwissenden und der Schutz der Weisen. Denn die Unwissenden zeigen ihre Unwissenheit nicht, wenn sie schweigen, und die Weisen werfen keine Perlen vor die Säue, wenn sie den Wert der Stille kennen. Was gibt uns Macht über die Worte? Was erzeugt die Kraft, die durch Stille erlangt werden kann? Die Antwort ist: Es ist die Willenskraft, die uns Macht über unsere Worte verleiht; es ist Ruhe, die uns die Kraft der Stille verleiht. Ruhelosigkeit lässt uns zu viel reden. Je mehr Worte wir brauchen, um eine Idee auszudrücken, umso kraftloser wird sie. Wie schade, dass die Menschen so oft daran denken, ihr Geld zu sparen, und nie daran denken, Worte zu sparen. Das ist, als würde man Kieselsteine aufheben und die Perlen wegwerfen. Ein indischer Dichter sagt: „Perlenmuschel, was gibt dir deinen wertvollen Inhalt?“ - „Die Stille, meine Lippen waren jahrelang geschlossen.“ zunächst bedeutet Stille, mit sich selbst zu kämpfen, einen Impuls zu kontrollieren, aber dann wird genau das zu einer Macht. (S. 210 - 211)”

“Der Pragmatismus ersetzt uns alles, was früher die großen Ideen, die Ideologien und Religionen, der Glaube an Friede, Menschenrechte und Demokratie zu bieten hatten. Der Pragmatismus hält uns davon ab, zu Verbrechern zu werden, oder er macht uns zu solchen, wenn es nötig ist. Er legitimiert das Bestehen von Rechtssystem, Familie und Arbeit, er lässt uns nett sein und empfiehlt, sich ein angenehmes Äußeres zu erwerben. Nachdem wir uns aller Zwänge nach und nach erledigt haben, sorgt ein einziger Betreuer für uns: Pragmatismus.”

“Der Randsport ist gemessen am Massensport ein schweres Brot. Und wenn der Markt die Leistung einer Randsportart faktisch ignoriert, nichts davon wissen will, welche Qualen Kunstturnerinnen etwa leiden, lässt das aufhorchen, gibt das noch jedem Ökonomen der Welt zu denken.”

“Der Rest ihres Verstandes explodierte in hunderttausend grellbunten, ohrenbetäubenden Lichtpunkten, ein Feuerwerk der Empfindungen, während dieser unendlichen Sekunden der Vereinigung mit Nisha. Und dann begannen die Glocken zu läuten, laut und wild, vibrierten tief in ihr, brachten ihr Innerstes zum Klingen. Doch erst als sie aus weiter Entfernung eine Stimme hörte, eine vertraute, geliebte Stimme, die ihren Namen rief und völlig aufgelöst klang, sickerte allmählich in Julias angeschlagenes Bewusstsein, dass das Feuerwerk und das Glockenläuten nicht nur in ihrem Inneren stattfanden. Das neue Jahr hatte angefangen und wurde von den Leuten in den Straßen frenetisch gefeiert.”

“Der Schriftsteller ist ein ekelhafter Kerl, der ganz genau, absichtsvoll geplant, zielstrebig arbeitet, allerdings zielt er nicht auf das Publikum, sondern auf dem Publikum ganz unbekannte Absichten, er zielt eigentlich auf Entwicklungen seiner Geistesmechanik und probiert ständig daran herum, und da er ja zum großen Teil – worüber man ja im allgemeinen nicht spricht, weil es sich von selbst versteht – Techniker der Erzählung ist, so kann er nur räsonabel und regelmäßig, und täglich, und genau, und zu wiederkehrenden Stunden, arbeiten.”

“Der sker noget magisk, når mama fortæller om sin ungdom i Syrien. I et øjeblik forsvinder trætheden omkring hendes øjne. Tiden forbarmer sig over hendes ansigt, og jeg får et glimt af den unge kvinde, hun var engang. Før Danmark. Før mig. Der kommer en svag rødmen i hendes kinder, der i et kort øjeblik dækker over det, jeg ikke kan snakke om. Selv hendes stemme får en livligere klang, og hun taler, som om intet er galt. Jeg kan godt blive misundelig over, at hendes bedste dage var, før jeg blev født, men jeg har accepteret, at hjemve er en ufattelig hård konkurrent. Eftersom hun ser mig hver dag, vil jeg aldrig kunne vinde. Hun vil altid savne Syrien mere, end hun elsker mig.”

“Der stigmatisierte Weg eines Menschen. Man wächst auf, betritt die Schule, stellt zur Hoffnung der Eltern keinen Unfug an und schreibt gute Noten. Man verlässt das starre Gebäude, namens Bildungsanstalt, mit weniger Wissen über das Leben, als man sollte, startet eine Karriere, geht mit unter ernsthafte Beziehung ein, oder vertieft Bestehende, die erste eigene Wohnung, man setzt Kinder in die Welt, am besten noch bevor man dreißig ist, alles andere wäre egoistisch, zum Glück ist bald Wochenende, die Kinder werden immer älter, viel zu schnell, und wollen immer gut versorgt werden, hier ein Urlaub, da ein Geschenk, mit Bedacht nie den eigenen Partner vergessen, obwohl es im Bett schon lange nicht mehr funkt, schließlich ziehen die Kinder aus und betreten ihr eigenes Hamsterrad, womöglich steht nun mitunter die erste Midlife-Crisis an, eine Trennung oder ein Betrug oder beides, zum Glück nicht mehr lange bis zur Rente, die ein oder anderen Krankheit und Operationen überstanden, erreicht man endlich den Ruhestand. Mit Glück bleiben einem ein paar wenige Wochen ohne Krankheit, mit einem geliebten Menschenkreis, der womöglich immer wieder erweitert wird, bis dann schließlich das Licht ausgeht. Nichts daran ist falsch. Es ist nicht falsch solch ein Leben zu wollen, womöglich sogar einfach und mit viel unbeschwerlichem Glück verbunden. Jedoch ist dies nur ein Weg von vielen Abertausenden. Natürlich gibt es Grenzen. Ein Mörder, Rassist oder Sonstiges ist kein guter Mensch, der sein Leben lediglich frei entfalten will. Wie so oft gesagt, endet die eigene Freiheit, bei der Einengung der Freiheit anderer.”

“Der Tod stellt ein sehr reales Trauma für uns dar, das über das Bewusstsein hinausgeht, dass auch unser eigenes Leben früher oder später ein Ende nehmen wird. Er geht mit einem Einbruch des Schweigens einher, einer ganz eigenen Form der Sprachlosigkeit. Ein Mensch zu sein heißt zwar immer, sterblich zu sein und die Sterblichkeit geliebter Menschen zu bezeugen, doch es heißt nicht, diese Sterblichkeit auch zu begreifen. Unsere Psyche beschützt uns davor, den Tod geliebter Menschen zu verstehen. Sie erlaubt uns nur, im Laufe der Zeit unserem Nichtverstehen etwas näher zu kommen und es so in unser Leben zu integrieren.”

“Der vernichtende Blick, den er ihr als Antwort zuwarf, besagte nur zu deutlich, dass er alles andere als einverstanden war. »Einen Scheiß werd’ ich«, grollte er unwirsch. In Anbetracht seines hitzigen Temperaments hatte Katherine nichts anderes erwartet. Dennoch verspürte sie Enttäuschung. Nun gut, wenn er es so haben wollte. Sie räusperte sich erneut, lauter diesmal, und sah ihn streng an. »Dann, Mr Buchanan, lassen Sie mir keine andere Wahl, als Sie zu entlassen.« Er beugte sich weiter vor. Seine Augen wurden zu Schlitzen. »Nein, Sie verschwinden von hier, gottverdammt! Nehmen Sie Ihre verfluchte Ostküsten-Arroganz und Ihr affektiertes Getue und kehren Sie dorthin zurück, woher Sie gekommen sind! Hier ist, verdammt nochmal, kein Platz für eine wie Sie!« Seine unverblümten Worte ließen Katherine den Atem stocken. »Sie vergessen sich, Mr Buchanan«, wies sie ihn zurecht. »Und Sie vergessen, wem diese Ranch gehört. Ich werde Ihr respektloses Gebaren mir gegenüber nicht länger hinnehmen. Darum werden Sie heute noch Ihre Sachen packen und die Ranch verlassen!« Er biss die Zähne so fest aufeinander, dass seine Kiefermuskeln deutlich unter der Haut hervortraten. Einen Augenblick lang starrte er sie voller Wut an, dann stieß er sich unvermittelt von der Tischoberfläche ab und kam um den Tisch herum. Seine Sporenrädchen klirrten alarmierend. Er wirkte wie ein Panther, der zum todbringenden Sprung ansetzt.”